Die Fotografin Marianne Breslauer – Stationen einer Künstlerin

Foto: Fotostiftung Schweiz

Aufgewachsen in Dahlem, begann Marianne Breslauer mit 18 Jahren ihre Ausbildung an der Photographischen Abteilung des Lette-Vereins, die sie mit 20 abschloss. Bei einem Aufenthalt in Paris entwickelte sie sich nicht nur im Studio von Man Ray weiter, sondern suchte ihre Motive auch auf der Straße, im Alltag, wurde eine Vertreterin des „Neuen Sehens“. Nach Berlin zurückgekehrt, fand sie im Fotoatelier des Ullstein-Verlags eine Anstellung. Sie veröffentlichte freiberuflich Fotos im Querschnitt, UHU, der Dame und dem Magazin, aber auch in internationalen Illustrierten, wie Harper’s Bazaar. Zugleich experimentierte sie mit dem bewegten Bild. Nach 1933 war sie als Jüdin gefährdet und zog 1936 in die Niederlande, heiratete ihren langjährigen Freund, den Kunsthändler Walter Feilchenfeldt. Sie gab ihre Karriere als künstlerische Fotografin auf, arbeitete fortan im Kunsthandel. 1939 wurde sie Mutter; bei Kriegsbeginn hielt sie sich in der Schweiz auf, konnte dort auch bleiben und baute mit ihrem Mann einen Kunsthandel in Zürich auf. Dort ist sie im 2001 im Alter von 91 Jahren gestorben. - Janos Frecot, Kunsthistoriker und Kurator, baute ab 1978 die fotografische Sammlung der Berlinischen Galerie auf, die er über 24 Jahre leitete. Ihm sind alle namhaften Ateliers der 1920er Jahre ein Begriff. Frecot hat Marianne Breslauer noch selbst kennengelernt. So wird er lebendig über ihr Leben und Werk und verschiedene ihrer Zeitgenossen berichten können.

Fotogalerie Friedrichshain

13.09.2019 bis 01.11.2019

BLIND DATE - Fotograf*innen aus Friedrichshain-Kreuzberg

Aus über 60 Bewerber*innen präsentiert die Fotogalerie in einer großen Bezirks-Gruppenausstellung die finale Auswahl von 22 Fotograf*innen, die alle einen persönlichen Bezug zu Friedrichshain-Kreuzberg haben. Eintritt frei mehr...

Yeti, a.d.S. ABC; Foto: Jeanne Fredac

23.08.2019 bis 06.09.2019

So bin ich! Ich bin so! - Verfolgung von Trans* und Lesben in der NS-Zeit

Ausstellung der Arbeitsgemeinschaft Rosa Winkel des Kulturrings - 25 Jahre nach dem Fall des Paragraphen § 175 im StGB. Projekt und Ausstellung wurden gefördert durch die Landesstelle für Gleichbehandlung - gegen Diskriminierung des Berliner Senats sowie unterstützt durch das Landesarchiv Berlin. Eintritt frei mehr...

Plakat zur Ausstellung "So bin ich! Ich bin so!"; Foto: Kulturring

Fotogalerie Friedrichshain, Helsingforser Platz 1, 10243 Berlin

Tel. 030 / 296 16 84

geöffnet: Di, Mi, Fr, Sa 14.00 bis 18.00 Uhr, Do 10.00 bis 20.00 Uhr

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