Kulturbundgalerie Treptow: Steffen Thiemann - usw.

Abb.: Steffen Thiemann

Für den Autor Steffen Thiemann ist das Zeichnen immer ein Äquivalent zum Schreiben. Die Übergänge sind fließend, auch wenn die eine Ausdrucksform die andere über längere Phasen zurückdrängt, so kommt er doch immer wieder auf das vernachlässigte Medium zurück und beginnt an einem aufgegebenen Punkt neu, so als hätte er nie damit aufgehört. Zeichnen als die ursprüngliche Ausdrucksform, lange bevor aus den Zeichen Buchstaben wurden, Wörter mit eigenen Bedeutungen, Sinnzusammenhängen, Geschichten. Das Zeichnen ist immer unmittelbar, spontan, weniger kalkuliert und spekulativ wie das Schreiben. Zeichnen ist ein Augen-Blick. Ein Skizzieren des Moments. Das Zeichnen ist immer auch ein Aufzeichnen. Gesichter, Blicke, Bewegungen, Wörter, Notate. Ein Beobachten und Festhalten. Zeichnen als Schreibbewegung. Das ist nicht abstrakt, sondern immer gegenständlich, konkret, mitunter naiv. Mit der Technik des Holzschnitts nimmt er den Schwung aus der flüchtig hingeworfenen Zeichnung. Alles Flüssige wird spröde, widerspenstig. Das Messer schneidet und gräbt die aufgezeichneten Spuren mühsam ins Holz. Der Holzschnitt als anachronistisches Vervielfältigungsmedium der Kommunikation. Schrift und Zeichen korrespondieren, ergänzen einander, ergeben zusammen ein Bild. Werbung, Ankündigung, Manifest.

Studio Bildende Kunst

01.07.2019 bis 26.08.2019

laut+leise, zart+kräftig

Arbeiten von Teilnehmer*innen des Kurses Naturstudien / Aquarellmalerei unter Leitung von Andreas Mücke. frei mehr...

o.T.; Foto: Teilnehmerin des Malkurses Naturstudien

12.07.2019 bis 23.08.2019

Frank Lindenberg - Kleine Werkschau

Radierungen, Zeichnungen, Gouachen, Bilder in Öl. frei mehr...

"Du bist verrückt mein Kind, du musst nach Berlin!",2011/12, Öl/Leinwand 2,25 m x 1,75m; Abb.: F. Lindenberg

19.08.2019, 19.00 Uhr

Land und Leute: Polen

Zum Weltfriedenstag am 1. September, 80 Jahre nach dem Überfall auf Polen: die unbekannte Entstehungsgeschichte der Oder-Neiße-Linie als Kriegs- und Friedensgrenze im Herzen Europas - Vortrag von Hanno Schult. Eintritt: 3,50 €, mit Karten und Informationsmaterial. mehr...

Markierung der neuen Deutsch-Polnischen Grenze an der Oder im Jahr 1945; Quelle: Andrzej Leszek Szczesniak (1980) Historia dla Klasy VIII, Warsaw: Wydawnictwo Szkolne i Pedagogiczne, pp. 206 ISBN 83-02-01035-9

30.08.2019 bis 10.10.2019

Jahresausstellung 2019 des Graphik-Collegium Berlin e.V.

Graphik, Zeichnungen, Malerei - Sonderprogramm anlässlich der Langen Nacht der Bilder. Eintritt frei mehr...

Am Rande; Foto: Wilfried Habrich

31.08.2019, 11.00 Uhr

Stadttour Lichtenberg: Das Munizipial-Viertel in Weißensee

Geführte Tour mit Rotraut Simons. Treffpunkt: Antonplatz, vor dem Kino Toni (Tram M 4, M 13, 12). Teilnahmegebühr 4,00 € mehr...

typische Berlin-Weißenseer 20er-Jahre-Architektur von Carl James Bühring, hier Wohnhaus an der Woelckpromenade. ; Foto: Martin Künzel, Berlin, CC BY-SA 3.0

Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin

Tel. 030 / 553 22 76

geöffnet: Mo-Fr 10 bis 18 Uhr, Sa 14 bis 18 Uhr

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