Stummfilm mit Klavierbegleitung: Nosferatu. Eine Symphonie des Grauens, Deutschland 1922

„Nosferatu“-Vampir im Filmpark Babelsberg; Foto: Joergsam, CC BY-SA 3.0

03.12., 19.00 Uhr

Kulturbund Treptow

"Langsam schleicht sich der Schatten an der schockstarren Frau empor, über den Bauch, ihre Brust, bis hinauf zu ihrer Kehle tasten sich die dürren Finger. Sie wendet sich ab, entrinnen kann sie nicht. Blut ist das teure Gut, das der übermächtige Vampir ihr entnehmen möchte". Ein Zitat zu einem Film, der sich richtungsweisend auf das ganze Horror-Genre auswirkte. "Nosferatu. Eine Symphonie des Grauens" entstand 1922 in den Johannisthaler Filmanstalten in Berlin. (...) Der Film, der nicht zuletzt, wegen der Naturaufnahmen als „Stimmung schaffende Elemente“ zu Ruhm gelangt ist, ist schnell erzählt: Der Sekretär eines Maklers in Wisborg wird eines Tages von seinem Chef auf eine Dienstreise nach Transsilvanien geschickt, um mit einem Interessenten über den Kauf eines Hauses zu verhandeln. Seine Frau Ellen ahnt nichts Gutes, denn sie spürt die Gefahr. Erst in der Nacht begegnet ihm der seltsame Schlossherr, und dieser unterzeichnet den Vertrag. Als er am nächsten Morgen im Schloss erwacht, entdeckt er kleine rote Male an seinem Hals und ahnt, welchem Grauen er gegenübersteht. Gerade die subtile Art und Weise, auf welche der Film seine unheimliche Atmosphäre aufbaut, lässt sich noch heute in vielen Horrorfilmen wiederfinden. (D. G.)

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