Die arrangierte Schönheit: Die Fotografin Yva (Else Neuländer-Simon)

Foto: Bundesarchiv, CC BY-SA 3.0

04.06., 19.00 Uhr

Rathaus Schöneberg

Die Fotografie entwickelte sich in der Weimarer Republik zu einem wichtigen Medium. Neue Techniken, wie der Kleinbildfilm, der die schwer zu handhabenden Glasplatten ablöste, und neue Vervielfältigungsmethoden, wie der Offsetdruck, sorgten für ihre rasante Verbreitung. Eine Sparte, in der junge Frauen ein offenes Betätigungsfeld fanden, da sie sich nicht gegenüber etablierten männlichen Kollegen behaupten mussten. Yva (1900-1942), eigentlich Else Neuländer, verheiratete Simon, machte sich als Experimental-, Illustrierten- und Modefotografin einen Namen. Heute ist sie den meisten nur als Lehrmeisterin von Helmut Newton bekannt. Sie betrieb ein Fotoatelier mit zahlreichen MitarbeiterInnen und erhielt Aufträge von großen Verlagen zur Bebilderung der Illustrierten und Magazine, wie Die Dame, Uhu, Moden-Spiegel oder Das Kriminal-Magazin. Ihr wirtschaftlich erfolgreiches Atelier musste sie 1936 einer nichtjüdischen Freundin übertragen, weil sie Jüdin war. Bis zur Schließung durch die Nazis 1938 war sie weiter dort tätig. Sie wurde mit ihrem Ehemann 1942 in das Vernichtungslager Sobibor verschleppt und – vermutlich dort – ermordet. Die Veranstaltung stellt Yvas Wirken und ihren Lebensweg in den Mittelpunkt. Dabei nehmen die Marion Beckers und Elisabeth Moortgat eine Einordnung ihres Schaffens vor. Gleichzeitig wird das neue biografische Album zu Yva präsentiert.

iKARUS Stadtteilzentrum

23.05.2019, 19.00 Uhr

Geschichtsfreunde Karlshorst: Monatstreffen

Gedankenaustausch über laufende Projekte frei

iKARUS Stadtteilzentrum, Wandlitzstraße 13, 10318 Berlin

geöffnet: Di-Do 12.00 bis 18.00 Uhr, Fr bis 14.00 Uhr

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