Kunst-Café in der Villa Skupin: Gustave Caillebotte. Zur Ausstellung in der Alten Nationalgalerie

Feld an der Küste, 1882; Abb.: Gustave Caillebotte

22.05., 15.30 Uhr

Studio Bildende Kunst

Gustave Caillebotte ist einer der am wenigsten bekannten Impressionisten. Lange Zeit war er eher als Mäzen und Sammler ein Begriff. Dadurch, dass seine Familie zum wohlhabenden Pariser Großbürgertum gehörte, war Caillebotte nicht darauf angewiesen, seinen Lebensunterhalt mit dem Verkauf seiner Bilder zu bestreiten. So behielt er zu Lebzeiten die meisten Werke für sich. Und nach seinem Tod blieben seine Bilder noch lange in Familienbesitz und waren dort dem öffentlichen Blick entzogen. Caillebotte war vielseitig und an technischen Neuerungen interessiert. So galt seine Begeisterung nicht nur der Malerei, sondern auch dem Wassersport. Als Regattasegler und Bootskonstrukteur hatte er eine große Bedeutung für den französischen Segelsport. Er entwarf Boote, weil ihm die traditionellen Typen nicht genügten und gründete eine eigene Werft. Boote waren auch ein bevorzugtes Motiv seiner Malerei, wenngleich er damit im Kreis der Impressionisten nicht allein dastand. Reflexionen auf der Wasseroberfläche reizten viele der Licht-Schatten-Maler. Der Vortrag findet fast gleichzeitig mit der Eröffnung der Gustave-Caillebotte-Ausstellung in der Alten Nationalgalerie (17.05.2019 - 15.09.2019) statt und eignet sich nicht nur als Einstieg in die Thematik, sondern vermittelt auch Besonderheiten.

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