Themenmonat 30 Jahre Mauerfall: Das Ende einer schwierigen Freundschaft an Oder und Neiße

Plakat der DDR nach dem Görlitzer Abkommen 1950; Foto: Archiv der Deutsch-Polnischen Gese

28.10., 18.00 Uhr

Stasi-Museum

An keinem anderen Ort konnten Reisende, die die „Oder-Neiße-Friedens- und Freundschaftsgenze“ in beide Richtungen überquerten, das jeweils herrschende bilaterale „Klima“ zwischen der DDR und der VR Polen besser spüren als beim real herrschenden Grenzregime an den zahlreichen Kontrollpunkten. Es war wie ein Seismograph, das die Wirklichkeit im beiderseitigen Grenzverkehr ambivalent widerspiegelte. Reisende erfuhren bei der Grenzabfertigung, wie groß die Diskrepanz zwischen dem propagierten Anspruch der DDR-Führung zum Freundschaftsverhältnis und der Realität seit der einseitigen Aussetzung des visa- und passfreien Reiseverkehrs am 30. Oktober 1980 durch die DDR wirklich war. Das Niveau der gegenseitigen Besucherströme nach Einführung des visafreien Reiseverkehrs am 1. Januar 1972 konnte bis zur kurzen totalen Schließung der Grenze durch die DDR im Oktober 1989 auch in Ansätzen nicht mehr erreicht werden. Die politische und wirtschaftliche Krise in der VR Polen sowie der „Solidarnosc-Virus“ Anfang der Achtzigerjahre veranlassten die DDR-Führung, den Grenzverkehr wieder zu kontrollieren und damit stark einzuschränken. Im Vortrag von Hanno Schult sollen viele heute vergessene Aspekte im Grenzregime und dem Reiseverkehr zwischen den beiden Ländern in den 1980er Jahren dem Vergessen entrissen werden.

Studio Bildende Kunst

03.03.2019, 14.00 Uhr

Historische Kampfstätten vom März 1919

Führung mit Erläuterung militärhistorischer Aspekte mit Dietmar Lange (Paul Singer Verein) und Hanno Schult (Kulturring in Berlin e.V.), Treffpunkt: U-Bahnhof Weberwiese, Dauer ca. 2,5 Std. Teilnahme kostenfrei mehr...

Großes Reinemachen nach dem Ende der Straßenkämpfe, Berlin März 1919; Foto: DHM LeMO Bildarchiv / Veröffentlichung nur für Bildungszwecke!

18.03.2019, 19.00 Uhr

Land und Leute: Lichtenberger Blutwoche im März 1919

Auf der rechten Seite der Barrikaden: die Freikorps und Zeitfreiwilligenverände in der Lichtenberger Blutwoche im März 1919. Fakten, Hintergründe, Mythen sowie zeitgenössische Berichte. Vortrag von Hanno Schult, mit Informations- und Quellenmaterial. Begleitveranstaltung zum Geschichtsprojekt: "100 Jahre Revolution, Berlin 1918/19" der Kulturprojekte Berlin GmbH Berlin und zur Ausstellung: "Schießbefehl für Lichtenberg - das Gewaltsame Ende der Revolution 1918/19 in Berlin" im Museum Lichtenberg. Eintritt: 3,50 € mehr...

Plakat der KPD aus der Zeit Märzkämpfe in Berlin 1919; Foto: DHM LeMO Bildarchiv / Veröffentlichung nur für Bildungszwecke!

Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin

Tel. 030 / 553 22 76

geöffnet: Mo-Fr 10 bis 18 Uhr, Sa 14 bis 18 Uhr

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