Kampf um Berlin und Lichtenberg im März 1919: Auf der rechten Seite der Barrikaden - die Freikorps-Zeitfreiwilligenverbände

Englischer Beutepanzer MK.IV mit Freikorpssoldaten am Alexanderplatz März 1919; Foto: DHM LeMO Bildarchiv / Veröffentlichung nur für Bildungszwecke!

Unmittelbar nach Abschluss des Waffenstillstandes von Compiègne vom 11.11.1918 und dem Rückzug der Fronttruppen entwickelte sich ein militärischer Dualismus zwischen den Arbeiter- und Soldatenräten und den aktiven Fronttruppen. Dieser Dualismus in einer Phase revolutionärer Umbrüche und Wirren war auch typisch für die Situation in der Reichshauptstadt Berlin. Hatte die Bildung der ersten Freikorps einen Aufruf der Obersten Heeresleitung zum Schutz der bedrohten Ostgrenze (Provinz Posen) als Grundlage, so war das Motiv zur Bildung der ersten Freiwilligenverbände aus den zurückgekehrten Fronttruppen ein anderes. Hier war die unklare Militärpolitik im Rat der Volksbeauftragten ein Spiegelbild für die Differenzen in der Revolutionsregierung und die Spaltung zwischen den Mehrheitssozialisten und dem radikaleren USPD-Flügel in der Frage der Fortsetzung der Revolution. Ausdruck der Spaltung war das Dekret zur Bildung einer Freiwilligen Volkswehr vom 12.12.1918. Die Bildung des Freiwilligen Landesjägerkorps Maercker am 14.12. und anderer Formationen sowie deren Einsatz bei der Niederschlagung „Spartakistischer Unruhen“ in Berlin und Bremen sowie der Streikbewegung in Westfalen und Mitteldeutschland vom Januar-Februar 1919 sind dann auch ein wichtiges Motiv zur rechtlichen Legalisierung der bestehenden Verbände und ihrer Umgestaltung zur einzig „legalen“ Reichswehr als Regierungstruppe der Weimarer Nationalversammlung per Gesetz vom 6.3.1919.

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