Land und Leute: Frankreich - 100 Jahre nach dem Großen Krieg 1914-1918

Kampffeld am Lingenkopf im Elsass, April 2017; Foto: Hanno Schult

„Wer an Europa verzweifelt, sollte Soldatenfriedhöfe besuchen!" Dieser bekannte Ausspruch des Präsidenten der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreises an die EU 2012 hat auch 100 Jahre nach Ende des I. Weltkrieges nichts von seiner Aktualität verloren. Es bedurfte in Frankreich, Großbritannien und Belgien nicht erst dieses runden Jahrestages, um erneut daran zu erinnern, dass die Ereignisse der Urkatastrophe des XX. Jahrhunderts im kollektiven Gedächtnis dieser Länder fest verankert sind und auch von der schmerzhaften Erinnerung an den folgenden II. Weltkrieg bis heute nicht verdrängt werden konnten. Der Krieg im Westen hat einen transnationalen Erinnerungsraum geschaffen, den Franzosen, Belgier und Briten und cum grano salis auch die Deutschen teilen. Die Schrecken der Materialschlachten an der damaligen Westfront ist vor dem Hintergrund wachsenden Nationalismus' und Populismus' in Europa eine bleibende furchtbare Mahnung, wie schrecklich die Langzeitfolgen sein können, wenn Politik versagt vor der Verantwortung. So scheinen die „bösen Geister“ aus der Vergangenheit auch heute noch oft sehr lebendig zu sein. In Deutschland dagegen herrscht eine andere Erinnerungskultur an den „vergessenen Krieg“, bei dem schon das Kriegsende vom Datum her nebelhaft unscharf erscheint - zwischen Revolution, Kaisersturz, Bürgerkrieg, wirtschaftlichem Chaos und dem „Canossagang“ nach Versailles im Juni 1919.

iKARUS Stadtteilzentrum

24.01.2019, 19.00 Uhr

Geschichtsfreunde Karlshorst: Monatstreffen der Geschichtsfreunde Karlshorst

1. Teil öffentlich: 100 Jahre Märzkämpfe in Lichtenberg und Karlshorst, Beitrag von Wolfgang Schneider 2. Teil nichtöffentlich Beratung und Beschluss zum Jahresprogramm 2019 frei

iKARUS Stadtteilzentrum, Wandlitzstraße 13, 10318 Berlin

geöffnet: Di-Do 12.00 bis 18.00 Uhr, Fr bis 14.00 Uhr

Studio Bildende Kunst

11.01.2019 bis 22.02.2019

Peter Hoffmann: Rückblick

Malerei und Grafik. Aus Anlass seines 85. Geburtstages zeigt Peter Hoffmann Arbeiten aus verschiedenen Schaffensperioden. frei mehr...

An der Havel, Öl, 2006; Foto: Peter Hoffmann

16.01.2019, 10.00 Uhr

Galeriefrühstück: Europäische figurative Kunst nach 1945 (Bitte Programmänderung beachten!)

Vortrag mit Heinz-Hermann Jurczek Eintritt: 7,50 € inkl. Frühstück, Anmeldung erbeten unter 030/5532276.

Allen Jones, City Shadow I, Taikoo Place Tong Chong Street, Hong Kong, China; Foto: Konrmsiah, CC BY-SA 3.0

21.01.2019, 19.00 Uhr

Land und Leute: Frankreich - 100 Jahre nach dem Großen Krieg 1914-1918

Verdun, Champagne, Argonnen, Burgundische Pforte, Vogessen (Elsass) - Französchische Erinnerungsorte und Gedenkkultur. Eine Bilderreise zu den historischen Schlachtfeldern. Mit Info-Material zum Mitnehmen, Vortrag mit Hanno Schult. Eintritt: 3,50 €

Gebeinhaus bei Douaumont mit franz.Soldatenfriedhof, April 2017; Foto: Hanno Schult

Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin

Tel. 030 / 553 22 76

geöffnet: Mo-Fr 10 bis 18 Uhr, Sa 14 bis 18 Uhr

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