Unerhörte Stimmen: Die Flucht der Juden aus Dänemark vor der NS-Verfolgung – Oktober 1943

Foto: Wir waren Nachbarn

Vor 75 Jahren – Sommer 1943: Dänemark war schon länger besetzt, die antijüdischen Maßnahmen der Deutschen machten sich im Alltag bisher kaum bemerkbar. Das sollte sich schlagartig ändern. Zum jüdischen Neujahrsfest war die Deportation aller Juden Dänemarks geplant. Dazu kam es nicht. Durch die tatkräftige Unterstützung der nichtjüdischen Bevölkerung Dänemarks gelang es, dass nahezu alle jüdischen Bewohner, mehr als 7000 Menschen, mit Fischerkuttern und Ruderbooten nach Schweden entkamen. 500 Juden wurden gefasst und ins KZ Theresienstadt verschleppt. Der Berliner Anwalt Siegfried Kroll (1902-1973) entging auf diese Weise mit seiner Frau und den Töchtern der NS-Verfolgung. In einem neuen Album wird sein Lebensweg nachgezeichnet: Erst als junger Anwalt in Berlin, dann als mittelloser Emigrant in Kopenhagen, schließlich als Flüchtling in Schweden, als Rückkehrer in Kopenhagen und wiederum als Anwalt in Berlin. Es wird auch die Befreiung von Krolls Schwiegermutter aus Theresienstadt mit einem der berühmten „Weißen Busse“ geschildert. Nach seiner Remigration nach Berlin 1954 engagierte sich Kroll in der wieder aufgebauten Jüdischen Gemeinde und gehörte ihren leitenden Gremien an.

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