Kunst-Café in der Villa Skupin: Emil Nolde. Ein expressionistischer Maler aus Nordfriesland

Emil Nolde; Foto: Minya Diez-Dührkoop, vor 1929 (gemeinfrei)

Emil Nolde (1867-1956) ist für seine leuchtenden norddeutschen Landschaften und Blumenaquarelle bekannt. Es ist vor allem diese Leuchtkraft, die seine Bilder unverwechselbar machen. Ein großes Vorbild für Nolde war Vincent van Gogh. Wir werden uns deshalb auch mit Bildvergleichen dieser beiden Künstler beschäftigen. Und wir werden der Frage nachgehen, wie Nolde als Mensch in seiner Zeit agierte. Der Anfang war voller Hindernisse. Als Autodidakt war es nicht leicht, sich künstlerisch durchzusetzen. Zudem stand er in dem Ruf, ein Sonderling zu sein. Für einige Zeit trat er der Künstlergruppe „Die Brücke“ bei. In der Weimarer Republik galt Nolde dann als sehr erfolgreich. 1102 seiner Werke wurden von den Nationalsozialisten aus deutschen Museen beschlagnahmt. Knapp 50 davon waren auf der Ausstellung „Entartete Kunst“ zu sehen. Dennoch - es gibt Dokumente, die belegen, dass Nolde der Ideologie der Nationalsozialisten anhing. Wir werden den Künstler in seinem historischen Kontext betrachten und versuchen, Klarheit in Hinsicht auf seine anscheinend widersprüchlichen Aussagen zu gewinnen. Schließlich sei noch auf die aktuelle Ausstellung „Nolde, Feininger, Nay. Vom Expressionismus zum Informel“ im Museum Barberini verwiesen, für deren Besuch der Vortrag als Vor- oder Nachbereitung genutzt werden kann.

MedienPoint Spandau

15.09.2018, 11.00 Uhr

Das soziale, gesunde und internationale Spandau 2018

Die Medienpoints von Spandau präsentiert sich und den Kulturring in Berlin e.V. im Rahmen der bezirklichen Informationsveranstaltung und geben dabei kostenlos Bücher und Tonmedien an Besucher mit geringem Einkommen ab. Eintritt frei

Spandauer soziales Fest 2017; Foto: Kulturring

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Tel. 33 89 44 04

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