Neue Veranstaltungsreihe: Land und Leute - Geschichtspolitik in der Ukraine

Kiew am Dnepr; Foto: Dmitry A. Mottl, CC BY 3.0

27.08., 19.00 Uhr

Studio Bildende Kunst

„Wollen wir unsere Gegenwart verstehen, so müssen wir Geister der Vergangenheit mit ihren Schatten zum Leben erwecken, sonst tappen wir auch in Zukunft identitätslos im Dunkeln.“ Dieses Zitat des ukrainischen Präsidenten Juschtschenko (2004-10) steht stellvertretend für die Geschichtspolitik der herrschenden ukrainischen Eliten seit der Unabhängigkeit der ehemaligen Sowjetrepublik im Jahre 1991. Das Narrativ einer nationalen Geschichte als Legitimationsinstrument und politisch motiviertes Konstrukt der herrschenden Eliten steht oft im Widerspruch zu den beiden anderen Ebenen der Erinnerungskultur, der familiär-persönlichen und dem traditionell-kollektivistischen Bild, das oft noch regionale Besonderheiten aufweist. Der Krieg im Osten des Landes 2014/2015 war dann auch ein Krieg um die Deutungshoheit der gemeinsamen jüngeren Geschichte zwischen der „neuen“ ukrainischen Regierung und den von Russland unterstützten Separatisten. Geschichtspolitik als Teil der gesteuerten Propaganda ist auch im Ukraine-Konflikt ein Teil der hybriden Kriegsführung geworden, in denen sich die Grenzen des propagierten Geschichtsbildes oft mit denen des Gegners verwischen und unklare Überschneidungen oft an der Tagesordnung sind. Hanno Schult (Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde e.V.) möchte gerne mit interessierten Gästen über die Problematik diskutieren.

Berliner Tschechow-Theater

03.06.2018, 15.00 Uhr

Casa Mare

Ein Freizeitangebot für Familien im Rahmen des Programmes BENN (Berlin entwickelt neue Nachbarschaften). frei

Berliner Tschechow-Theater, Märkische Allee 410, 12689 Berlin

Tel. 030 / 93 66 10 78

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