Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke

Rainer Maria Rilke 1900; Foto: Autor unbekannt

Rilke schrieb diese Erzählung in einer stürmischen Herbstnacht 1899 im Alter von 24 Jahren. Erst 1906 gab er sie, nach zweimaligen Korrekturen, zur Veröffentlichung frei. Seitdem erlangte das Werk Millionenauflagen. Während im und nach dem ersten Weltkrieg 'der Cornet' zur Verherrlichung des Heldentodes missbraucht wurde, fasziniert uns heute die eindrückliche und trotzdem sehr poetische Geiselung der Sinnlosigkeit des Sterbens im Kriege. Worum geht es: Mitte des 17. Jahrhunderts, Christoph Rilke, 18-jährig, begibt sich auf den Weg zum Heer. Erfahrungen einer fremden Landschaft, fremder Gegebenheiten und das Leben mit fremden Menschen sind auf diesem Weg Erlebnisstationen bei der Suche nach einem Lebensziel. Christoph Rilke wird von einem legendenumwitterten General zum Cornet, zum Fahnenträger, befördert. Im Vorfeld von Feindberührung erlebt er gequälte und tote Menschen, Ordnung und Wüstheit des Lagerlebens. Aus dem erlebten Gegensatz von Ideal und Wirklichkeit stößt er zu Fragen nach dem Sinn seines Lebens. Ein Liebesrauscherlebnis unmittelbar vor der Schlacht kann nicht ausgelebt werden. In manischer Pflichtbesessenheit stürzt er sich als Fahnenträger in die Feindbegegnung und wird getötet.

Kursana-Seniorenzentrum Landsberger Tor

11.04.2018, 15.00 Uhr

Singen macht Laune: Lieder vom Wald

In geselliger Runde die schönsten Volkslieder singen. Moderation: Carola Röger, am Klavier: Ulrich Wilke. Texte liegen vor. Eintritt: 2,00 €

Kursana-Seniorenzentrum Landsberger Tor, Blumberger Damm 158, 12679 Berlin

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