Die Konferenz von Evian 1938

Der Initiator der Konferenz US-Präsident Franklin D. Roosevelt (1938); Quelle: U.S. National Archives and Records Administration

03.07., 19.00 Uhr

Rathaus Schöneberg

Auf Anregung des US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt fand vom 6. bis 15. Juli 1938 im französischen Badeort Évian am Genfer See eine Konferenz statt. Delegierte aus 32 europäischen und außereuropäischen Staaten und von verschiedenen, meist jüdischen Hilfsorganisationen berieten die Möglichkeiten der Aufnahme jüdischer Flüchtlinge. Anlass war die nationalsozialistische Verfolgung in Deutschland und Österreich, die immer mehr jüdischen Menschen in ihrer Heimat die Lebensperspektive nahm und sie ins Ausland trieb. Die Konferenz endete ohne nennenswertes Ergebnis, da kaum ein Land dazu bereit war, jüdischen Exilanten, über die üblichen Kontingente hinaus, Asyl zu gewähren. Angesichts der hohen Zahl wurden die jüdischen Auswanderungswilligen vor allem als „Problem“ erachtet. Zudem stand die Konferenz noch unter dem Zeichen der Appeasement-Politik gegenüber Hitlerdeutschland. Der Ausgang der Konferenz kann als moralisches Versagen der beteiligten Staaten betrachtet werden. Als Völkerbundkorrespondent des deutschsprachigen Prager Tageblatts war der Schriftsteller und Publizist Hans Habe (1911-1977) einer von 200 Berichterstattern. 1965 veröffentlichte er seinen Roman „Die Mission“. Zum 80. Jahrestag der Évian-Konferenz liest Hartwig Riemann Auszüge aus Habes Buch. Der Historiker und Antisemitismusforscher Dr. Gideon Botsch vom Moses-Mendelssohn-Zentrum der Uni Potsdam kommentiert und erläutert die Darstellung.

MedienPoint Steglitz

09.10.2017 bis 30.11.2017

Schaufenstergalerie: Berlin und seine Umgebung

Malerei von Jacek Ringwelski frei, Sa. und So. geschlossen. mehr...

U-Bahnhof Kottbusser Tor; Foto: J. Ringwelski

MedienPoint Steglitz, Deitmerstr. 8, 12163 Berlin

Tel. 501 545 15

geöffnet: Mo-Fr 9.00 bis 18.00 Uhr

www.kulturring.org - kulturell immer auf dem Laufenden | Adressen | Impressum | Datenschutz