Der Heiratsantrag - PREMIERE in Deutsch und Russisch!

Szenenfoto; Foto: BTT

Tschechow sagte einmal: „Die Kürze ist die Schwester der Talents“. Dennoch hat er selbst sein Stück recht gering eingeschätzt. So schrieb er in einem Brief 1888: „Ich habe speziell für die Provinz ein dämliches Vaudevillechen namens 'Der Heiratsantrag' geschrieben und es nach Zensurien geschickt.“ Dies sagt jedoch wenig über den Erfolg dieses kleinen burlesken Bühnenwerkes aus, das rasch beim Publikum innerhalb und außerhalb Russlands auf großen Beifall stieß. Tschechow erzählt auf ironisch-komische Weise von der Jagd der Menschen nach dem Glück und ihrem Unvermögen, die eigenen Träume zu verwirklichen. Eine Heirat soll ausgehandelt werden, doch bevor es überhaupt zu einem Antrag kommt, entbrennt zwischen dem Paar ein leidenschaftlicher, kleinkarierter Streit um nachbarschaftliche Bagatellen. Das tragikomische Chaos beginnt… Kurz: die beiden tun alles Erdenkliche, um ihren aufkeimenden Gefühlen nur ja keine Chance zu geben. Ein glückliches Ende dieser „Romanze“ ist lange nicht in Sicht. Zu den Missverständnissen des Paares sorgen die Äußerungen des Vaters zusätzlich für weitere groteske Turbulenzen. Eine Situation, die ohne Irrungen und Wirrungen abliefe, hätte die Bezeichnung Komödie nicht verdient. Satirisch nimmt Tschechow die Verlogenheit der Gutsbesitzer aufs Korn, denn um Zuneigung oder gar Liebe geht es hier zuallerletzt. Das Stück besticht durch seine Authentizität und regt zum Nachdenken über die ewige Suche der Menschheit nach bleibenden Werte an.

Fotogalerie Friedrichshain

12.06.2015 bis 24.07.2015

Eddie Bonesire: "Im Krieg sagtest Du einmal..."

Fotografien und Texte zur Kriegserfahrung einer Bauernfamilie aus der Eifel. freier Eintritt mehr...

Titelbild "Im Krieg sagtest Du einmal..."; Foto: Eddie Bonesire

24.04.2015 bis 06.06.2015

Delphi

Wer bin ich?, Wer bin ich durch Andere? und Welche Auswirkungen hat es, wenn ich mich verändere? - Gruppenausstellung zum Thema Selbsterkenntnis mit Arbeiten von Giampiero Assumma, Sander Marsman, Marit Beer, Petrov Ahner und Kat Kapo. freier Eintritt mehr...

The Lower World; Foto: Giampiero Assumma

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