Der Heiratsantrag - PREMIERE in Deutsch und Russisch!

Szenenfoto; Foto: BTT

Tschechow sagte einmal: „Die Kürze ist die Schwester der Talents“. Dennoch hat er selbst sein Stück recht gering eingeschätzt. So schrieb er in einem Brief 1888: „Ich habe speziell für die Provinz ein dämliches Vaudevillechen namens 'Der Heiratsantrag' geschrieben und es nach Zensurien geschickt.“ Dies sagt jedoch wenig über den Erfolg dieses kleinen burlesken Bühnenwerkes aus, das rasch beim Publikum innerhalb und außerhalb Russlands auf großen Beifall stieß. Tschechow erzählt auf ironisch-komische Weise von der Jagd der Menschen nach dem Glück und ihrem Unvermögen, die eigenen Träume zu verwirklichen. Eine Heirat soll ausgehandelt werden, doch bevor es überhaupt zu einem Antrag kommt, entbrennt zwischen dem Paar ein leidenschaftlicher, kleinkarierter Streit um nachbarschaftliche Bagatellen. Das tragikomische Chaos beginnt… Kurz: die beiden tun alles Erdenkliche, um ihren aufkeimenden Gefühlen nur ja keine Chance zu geben. Ein glückliches Ende dieser „Romanze“ ist lange nicht in Sicht. Zu den Missverständnissen des Paares sorgen die Äußerungen des Vaters zusätzlich für weitere groteske Turbulenzen. Eine Situation, die ohne Irrungen und Wirrungen abliefe, hätte die Bezeichnung Komödie nicht verdient. Satirisch nimmt Tschechow die Verlogenheit der Gutsbesitzer aufs Korn, denn um Zuneigung oder gar Liebe geht es hier zuallerletzt. Das Stück besticht durch seine Authentizität und regt zum Nachdenken über die ewige Suche der Menschheit nach bleibenden Werte an.

Rennbahn Karlshorst

27.06.2015, 19.00 Uhr

Die Rennbahn in Wochenschau und Film - Teil 3

Der DEFA-„Augenzeuge“ von der Rennbahn Karlshorst 1946-1976: Berichte von Traberderbys, Sandbahnrennen, Volksfesten und stimmungsvollen Wochenenden (19 Min), Rechte: PROGRESS-Filmverleih; Sieg oder Platz (D 2000), Regie: Tanja Hamilton, Kamera: Claudia Rauch, Produzentin: Regina Quinzler, Filmakademie Baden-Württemberg (60 Min); im Anschluss Gespräch mit der Regisseurin Tanja Hamilton, im Racing-Club. Eine Kooperation von Nele Saß mit den Geschichtsfreunden Karlshorst. 3,00 € mehr...

Sieg oder Platz, D 2000.; Foto: Filmakademie Baden-Württemberg/Claudia Rauch

28.06.2015, 19.00 Uhr

Die Rennbahn in Wochenschau und Film - Teil 4

Historische Kino-Wochenschauen von der Rennbahn Karlshorst aus den 1910er bis 1940er Jahren, Rechte: Bundesarchiv-Filmarchiv, ca. 15 min. Die ehemaligen Bebauungen des Rennbahngeländes sind im Bewegtbild ebenso zu erkennen, wie die verschiedenen, auch politischen, Funktionen der Kinowochenschauen. Es folgt: Wanja (D 2015), Buch/Regie: Carolina Hellsgård, Produzentin: Johanna Aust/Flickfilm GbR Berlin, Ko-Produzent: Kim Neumann, Jürgen Schaum, Sebastian Wolters / Storytellers GmbH&CO KG /Hamburg, Kamera: Kathrin Krottenthaler, 87 min, mit Anne Ratte-Polle und Nele Trebs Perspektive Deutsches Kino, Berlinale 2015. Eine Kooperaion von Nele Saß mit den Geschichtsfreunden Karlshorst. 3,00 € mehr...

Szenenfoto Wanja (D 2015), Buch/Regie: Caroline Hellsgård,; ©: Kathrin Krottenthaler

Rennbahn Karlshorst, Treskowallee 129, 10318 Berlin

www.kulturring.org - kulturell immer auf dem Laufenden | Adressen | Impressum | Datenschutz