Kulturnews 05/2009

Dr. habil. Werner Baumgart:

Carlshorster Salon - Portland-Cement-Haus

Foto: Dr. Baumgart

Freitag, den 03. April 2009, 19.30 Uhr, und wieder einmal mehr lädt Frau Alina Martirosjan-Pätzold ihre Fangemeinde des „Carlshorster Salons“ zum „Sizilianischen Abend“ in das denkmalgeschützte und repräsentative „Portland-Cement-Haus“ nach Karlshorst, Dönhoffstraße 38, ein. Mehr als 100 erwartungsfrohe Freunde des interkulturellen Salonabends wollen ihrer Gastgeberin auf eine gut zweistündige stimmungsvolle Reise mit landestypischer Musik, bildender Kunst und kulinarische Spezialitäten in das wunderschöne Sizilien begleiten.
Obwohl die Künstler des Abends – Frau Rachelina, Gesang, Herr Hans Werner Weber, Klavier und Herr Manfred Wittlich noch nicht zu den herausragenden Stars des Berliner Kulturlebens zählen, zelebrierten sie einen tollen folkloristischen Abend mit sizilianischen Volksliedern, die die Zuhörer trefflich unterhielten und begeisterten.
Zum Erfolg dieses kulturellen Salonabends trug aber auch maßgeblich das „Portland-Cement-Haus“ mit seinen sehr schönen Räumlichkeiten, dem großen, architektonisch wunderschönen Saal sowie der ausgezeichnete Service bei. Nette Servierkräfte reichten gekonnt sizi-lianische Speisen und landestypische Getränke, die ebenfalls zum Gelingen des kulinarischen Abends beitrugen.
Das „Portland-Cement-Haus“, welches sich in unmittelbarer Nähe zum S- und Regionalbahnhof Berlin-Karlshorst befindet, wurde in einer parkähnlichen Außenanlage mit einer repräsentativen Vorfahrt bereits im Jahre 1901 vom „Verein deutscher Portland-Cement-Fabrikanten“ errichtet.
Das als Laboratoriumsgebäude erschaffene Haus sollte aber auch gleichzeitig als ein repräsentatives Vorzeigeobjekt dem Ansehen, der Größe und der Bedeutung der deutschen Zement-Industrie entsprechen und gerecht werden. Mit diesem Haus wollte der Verein die Möglichkeiten und Qualitäten des eigenen Produktes vorstellen und beweisen, dass mit dem Baustoff Zement neue Möglichkeiten bestehen, um Häuser und Gebäude zu errichten. Aus diesem Grund wurde der gesamte Baukörper mit einer Grundsteinfassade ausgestattet. Die Treppenanlage besteht aus vorgefertigten, mit dekorativen Elementen versehenen Betonfertigteilen.
Zu den Besonderheiten des Hauses gehören das vollständig erhaltene Treppenhaus, das holzgetäfelte Botschaftszimmer und der Saal, in dem sich die Schausammlung des ehemaligen Laboratorium-Museums befand. Dieser Saal ist dann zu einem dekorativen Festsaal umgebaut worden, damit er auch für vielfältige repräsentative Veranstaltungen, wie z. B. den „Carlshorster Salon“, der in stetiger Regelmäßigkeit vom Kulturring Berlin e.V. mit großer Resonanz durchgeführt wird, genutzt werden kann.
In diesem Gebäude residierten bis zum Fall der Mauer u. a. die Botschaften Algeriens und der Mongolei. 1992 wurde das gesamte Gebäude unter Denkmalschutz gestellt, und von 1994 bis 1998 befand sich in den Räumlichkeiten eine Außenstelle des Bundesarchivs.
Mit dem Wechsel des Eigentümers im Jahre 2003 ist das Gebäude im engen Zusammenwirken mit der Denkmalschutzbehörde grundlegend instand gesetzt und modernisiert und am Tag des offenen Denkmals im September 2003 der Öffentlichkeit wieder zugängig gemacht worden.
Der Kulturring wird noch in diesem Jahr weitere Themenabende zu Argentinien (05.06.2009), zu China (04.09.2009) und zu Finnland (06.11.2009) durchführen, und ich bin mir bereits heute sicher, dass alle Veranstaltungen schnell ausverkauft sein werden und die kulturell interessierten Besuchern sich auf vergnügliche Abende freuen können.


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