Unerhörte Stimmen: Renate Schottelius - Die große Tänzerin und Tanzpädagogin

Foto: Wir waren Nachbarn

25.10., 19.00 Uhr

Rathaus Schöneberg

Als Kind begann Renate Schottelius (1921-1998) ihre tänzerische Ausbildung an der Städtischen Oper Berlin, an der auch Mary Wigman unterrichtete. Nachdem die Nazis an die Macht gelangt waren, musste sie erleben, dass sie als „Halbjüdin“ in ihrer Schulklasse ausgegrenzt wurde. Mit nur 14 Jahren verließ sie 1936 Berlin und ging zu ihrem Onkel nach Argentinien. Ihre Eltern konnten drei Jahre später noch nach Kolumbien ins Exil gehen, wo der Vater starb. Renate Schottelius musste derweil als Sekretärin für ihren Lebensunterhalt sorgen und konnte sich erst Anfang der 1940er Jahre hauptberuflich dem Tanz zuwenden, zeitweilig als Solotänzerin. Bei Aufenthalten in den USA arbeitete sie u. a. mit Martha Graham zusammen. Nach sechs Jahren in Boston lebte sie mehrere Jahre in Schweden, bis sie wieder dauerhaft nach Buenos Aires zurückkehrte und bis zu ihrem Lebensende als Tanzpädagogin und Beraterin am Teatro San Martin wirkte. In der neuen Hörstation sind Ausschnitte eines Interviews aus dem Jahre 1992 zu hören. Hier berichtet sie davon, wie sie als junges Mädchen die Trennung von ihren Eltern erlebte und was es für ihre künstlerische Entwicklung bedeutete, nicht kontinuierlich ausgebildet worden zu sein. Sie beschäftigt sich auch mit der Frage, wie sie zur Religion steht und wo sie hingehört. Voller Überzeugung und Emphase erklärt sie, dass sie Argentinierin geworden ist – ein Land, in dem sie auch schwierige Zeiten zu durchstehen hatte.

iKARUS Stadtteilzentrum

25.10.2018, 18.00 Uhr

Geschichtsfreunde Karlshorst: Monatstreffen

Planungen, Austausch und Gespräche; Teilnahme frei, Gäste willkommen.

iKARUS Stadtteilzentrum, Wandlitzstraße 13, 10318 Berlin

geöffnet: Di-Do 12.00 bis 18.00 Uhr, Fr bis 14.00 Uhr

Kulturhaus Karlshorst

16.10.2018, 19.00 Uhr

Geschichtsfreunde Karlshorst: Am Fenster: Vom Saulus zum Paulus? - Pfarrer Martin Voelkel in Karlshorst

Vortrag von Dr. Wolfdieter Kraus, Geschichtsfreunde Karlshorst. Eintritt frei mehr...

Pfarrer Martin Voelkel; Quelle: Sammmlung Kraus

Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112, 10318 Berlin

Tel. 030 / 5 53 22 76 oder 5 64 02 63

Rennbahn Karlshorst

28.10.2018, 14.00 Uhr

Geschichtsfreunde Karlshorst: Lichtenberger Familienrenntag

Bücherstand der Geschichtsfreunde Karlshorst mit Publikationen, Informationen, Gesprächen. frei

Rennbahn Karlshorst, Treskowallee 129, 10318 Berlin

Studio Bildende Kunst

Das Studio Bildende Kunst wirkt wegen seiner geschützten Lage wie eine Insel der Ruhe im Hauptstadt-Trubel nahe der belebten Frankfurter Allee. Sein Domizil, die um 1928 errichtete Villa des einstigsten Fleischfabrikanten Paul Skupin ist eine der letzten Fabrikantenvillen im Bezirk Lichtenberg und steht unter Denkmalschutz. Die Innengestaltung, weitgehend im Originalzustand aus den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts erhalten, ist fast eine „Galerie“ für sich. Wer also eine der vielen Ausstellung besucht, wird immer auch vom Haus angezogen werden. Zehnmal im Jahr wechselt das Studio seine Ausstellungen , es sind Holzschnitte, Radierungen, Kupferstiche zu sehen, eben Grafiken aller Stilrichtungen. Darauf hat sich die Galerie spezialisiert und damit Anerkennung in der Hauptstadt, ja im ganzen Land erworben. Seit 2004 hat der Verein die ehemals kommunale Einrichtung übernommen und betreibt sie fortan eigenwirtschaftlich. Das traditionell bewährte Profil von Grafik-Galerie und -Werkstatt sowie künstlerischen Kursen für alle Altersgruppen bleibt erhalten. Im Haus arbeitet nach wie vor eine Druckerwerkstatt. Ein besonderer Anziehungspunkt des Studios ist in Zusammenarbeit mit der traditionsreichen „Griffelkunst-Vereinigung Hamburg e.V.“, die nunmehr auch im östlichen Berlin für Freunde und Sammler originalgrafischer Blätter präsent ist.

22.10.2018, 19.00 Uhr

Land und Leute: Vor 400 Jahren begann der Dreißigjährige Krieg (1618-1648)

1618-2018 - Der Dreißigjährige Krieg im kulturellen Gedächtnis der Deutschen nach 400 Jahren. Welchen Einfluss haben Begriffe, Spruchweisheiten und Versreime, die im Dreißigjährigen Krieg ihren Ursprung hatten, auf unsere Sprache und welche Spuren aus dieser Zeit sind in der deutschen Landschaft und Alltagskultur noch präsent? Vortrag und Gespräch mit Referent Hanno Schult. Eintritt 3,50 € mehr...

Marodierende Soldaten, 1647; Abb.: Sebastian Vrancx

Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin

Tel. 030 / 553 22 76

geöffnet: Mo-Fr 10 bis 18 Uhr, Sa 14 bis 18 Uhr

Rathaus Schöneberg

25.10.2018, 19.00 Uhr

Unerhörte Stimmen: Renate Schottelius - Die große Tänzerin und Tanzpädagogin

Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung „Nachbarn“, mit einem Grußwort der Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg, Angelika Schöttler, und des argentinischen Botschafters, S.E. Edgardo Mario Malaroda, einer Einführung in die Biografie von Renate Schottelius und die Präsentation der neuen Hörstation anhand von Tonbeispielen (Dr. Simone Ladwig-Winters) sowie einem filmischen Kurzporträt von Renate Schottelius (Alexandra von der Heyde), Renate, meine Lehrerin und Freundin, Erinnerungen von Daniel Goldin, Choreograf und Dozent, Buenos Aires. frei

Foto: Wir waren Nachbarn

Rathaus Schöneberg, John-F.-Kennedy-Platz, 10825 Berlin

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