Galeriefrühstück: Bauhaus-Künstlerinnen. Zum 100-jährigen Gründungsjahr des Bauhauses.

Das Triadische Ballett, Plakat für eine geplante Aufführung am Bauhaus, 1924; Abb.: Oskar Schlemmer

Am 30. November 1918 trat in Deutschland das neue Reichswahlgesetz in Kraft, das besagte, dass auch Frauen wählen durften. Am 19. Januar 1919 konnten Frauen das Wahlrecht zum ersten Mal ausüben. Wie sah es mit der gesetzlich vorgesehenen Gleichstellung von Mann und Frau aber tatsächlich aus? Und wie wurde sie am Bauhaus, das zur künstlerischen Avantgarde gezählt wird, gelebt? Die meisten Künstlerinnen waren in der Werkstatt der Weberei zu finden. Denn der Umgang mit Textilien wurde auch am Bauhaus als eine der Frau angemessene Tätigkeit gesehen. In diesem Vortrag werden Lichtbilder von Objekten gezeigt, die der Bauhaus-Maxime zufolge gleichzeitig funktional und schön sind. Wir werden der Frage nachgehen, inwieweit das Bauhaus auch heute noch als Inspirationsquelle Geltung hat. Anhand von Lichtbildern werden auch Vergleiche mit anderen Kunstströmungen angestellt und Fotografien gezeigt, die den ganzheitlichen Anspruch, alle Bereiche des Lebens zu reformieren, illustrieren.

Studio Bildende Kunst

Das Studio Bildende Kunst wirkt wegen seiner geschützten Lage wie eine Insel der Ruhe im Hauptstadt-Trubel nahe der belebten Frankfurter Allee. Sein Domizil, die um 1928 errichtete Villa des einstigsten Fleischfabrikanten Paul Skupin ist eine der letzten Fabrikantenvillen im Bezirk Lichtenberg und steht unter Denkmalschutz. Die Innengestaltung, weitgehend im Originalzustand aus den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts erhalten, ist fast eine „Galerie“ für sich. Wer also eine der vielen Ausstellung besucht, wird immer auch vom Haus angezogen werden. Zehnmal im Jahr wechselt das Studio seine Ausstellungen , es sind Holzschnitte, Radierungen, Kupferstiche zu sehen, eben Grafiken aller Stilrichtungen. Darauf hat sich die Galerie spezialisiert und damit Anerkennung in der Hauptstadt, ja im ganzen Land erworben. Seit 2004 hat der Verein die ehemals kommunale Einrichtung übernommen und betreibt sie fortan eigenwirtschaftlich. Das traditionell bewährte Profil von Grafik-Galerie und -Werkstatt sowie künstlerischen Kursen für alle Altersgruppen bleibt erhalten. Im Haus arbeitet nach wie vor eine Druckerwerkstatt. Ein besonderer Anziehungspunkt des Studios ist in Zusammenarbeit mit der traditionsreichen „Griffelkunst-Vereinigung Hamburg e.V.“, die nunmehr auch im östlichen Berlin für Freunde und Sammler originalgrafischer Blätter präsent ist.

01.03.2019 bis 05.04.2019

Chris Firchow: graphit blau

Graphische Arbeiten Eintritt frei mehr...

Schwingung Berlin; ©: Chris Firchow

03.03.2019, 14.00 Uhr

Historische Kampfstätten vom März 1919

Führung mit Erläuterung militärhistorischer Aspekte mit Dietmar Lange (Paul Singer Verein) und Hanno Schult (Kulturring in Berlin e.V.), Treffpunkt: U-Bahnhof Weberwiese, Dauer ca. 2,5 Std. Teilnahme kostenfrei mehr...

Großes Reinemachen nach dem Ende der Straßenkämpfe, Berlin März 1919; Foto: DHM LeMO Bildarchiv / Veröffentlichung nur für Bildungszwecke!

13.03.2019, 10.00 Uhr

Galeriefrühstück: Westberliner Realisten, ein Sonderweg der Malerei

Vortrag mit Heinz-Hermann Jurczek. Eintritt: 7,50 € inklusive Frühstück, Anmeldung erbeten unter T. 553 22 76 mehr...

Johannes Grützke: Relief des Heckerzuges an der Ostfassade des Stadthauses von Konstanz (ehem. Franziskanerkirche),1996/98; Foto: Fb78, CC BY-SA 3.0

14.03.2019, 10.30 Uhr

Freundeskreis Kunst- und Heimatgeschichte: Besuch im Botanischen Garten

Ausstellung mit Informationen und Pflegetipps rund um die 50 populärsten Zimmerpflanzen. Eine Führung zum Sehen, Hören und Fragen. Treffpunkt: 10.20 Uhr Botanischer Garten, Königin-Luise-Platz. Teilnahmegebühr: 6,50 € für Führung, Eintritt, Organisation; 7,50 € für Gäste. Zusätzlich möglich, individueller Gartenaufenthalt: 1,50 €, Anmeldung bei H.-Joachim Buchhorn: 030 559 64 77 mehr...

Grünlilie, Chlorophytum comosum; Foto: Kurt Stueber, www.biolib.de, CC BY 3.0

18.03.2019, 19.00 Uhr

Land und Leute: Lichtenberger Blutwoche im März 1919

Auf der rechten Seite der Barrikaden: die Freikorps und Zeitfreiwilligenverände in der Lichtenberger Blutwoche im März 1919. Fakten, Hintergründe, Mythen sowie zeitgenössische Berichte. Vortrag von Hanno Schult, mit Informations- und Quellenmaterial. Begleitveranstaltung zum Geschichtsprojekt: "100 Jahre Revolution, Berlin 1918/19" der Kulturprojekte Berlin GmbH Berlin und zur Ausstellung: "Schießbefehl für Lichtenberg - das Gewaltsame Ende der Revolution 1918/19 in Berlin" im Museum Lichtenberg. Eintritt: 3,50 € mehr...

Plakat der KPD aus der Zeit Märzkämpfe in Berlin 1919; Foto: DHM LeMO Bildarchiv / Veröffentlichung nur für Bildungszwecke!

27.03.2019, 15.30 Uhr

Kunst-Café in der Villa Skupin: Die Mark Brandenburg. Landschaftsmalerei im 18. und 19. Jahrhundert

Vortrag und Gespräch mit Elke Melzer. Eintritt: 5,00 €, Kaffee/Tee und Kuchen 2,50 € mehr...

Blick auf das Neue Palais, Potsdam, 1826; Foto: Wilhelm Ahlborn

Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin

Tel. 030 / 553 22 76

geöffnet: Mo-Fr 10 bis 18 Uhr, Sa 14 bis 18 Uhr

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