Fotogalerie Friedrichshain

05.07. bis 16.08.2019

Julia Runge - BASTERLAND


100 Jahre nach dem Aufstand der Baster von Rehoboth gegen die deutsche Kolonialmacht gibt die Ausstellung „Basterland“ einen Einblick in das gegenwärtige Leben des in Namibia ansässigen Volkes. Die Baster sind eine traditionelle Gruppierung, die aus Beziehungen zwischen Nachfahren europäischer Kolonialisten und einheimischen Frauen hervorgegangen ist. Von keiner ihrer beiden Ausgangsgemeinschaften akzeptiert, mussten die Baster großen Überlebenswillen zeigen und ihrer Ausgrenzung Trotz leisten. Seit 1870 dient ein Gebiet in Zentralnamibia, das sie Basterland nennen, als ihre Heimat. - Julia Runge wurde 1990 in Berlin geboren. Sie lebte und arbeitete in Namibia von 2010 bis 2012. Mit dem Projekt „Basterland“ vollendete sie ihren Abschluss als Fotografin an der Ostkreuzschule in Berlin. Mit ihren Fotografien behandelt Runge vorwiegend soziales Engagement, gesellschaftliche Strukturen sowie kulturelle Themen in Afrika. Sie verwendet ihre natürliche und emphatische Bildsprache, um uns künstlerische Einblicke in die Themen zu verschaffen. Julia lebt und arbeitet zur Zeit in Berlin.


23.08. bis 06.09.2019

So bin ich! Ich bin so! - Verfolgung von Trans* und Lesben in der NS-Zeit

Vernissage: 22.08, 17.00 Uhr

Laudatio: Andreas Pretzel, Leiter der Arbeitsgemeinschaft "Rosa Winkel"


In einem Vermerk der Inspektion VII der Staatspolizeileitstelle Berlin im März 1936 steht: „Bei Kitzing handelt es sich um einen Transvestiten schlimmster Art, der nur von der männlichen Prostitution leben dürfte. Er ist zu wiederholten Malen auf Strichgängen angetroffen und eingeliefert worden. Es dürfte, falls Kitzing eine strafbare Handlung aus § 175a RStGB nicht nachgewiesen werden kann, seine Unterbringung in einem Konzentrationslager in Erwägung zu ziehen sein.“ Der Schutzhaftbefehl wurde am 05.03.1936 erteilt, ein reguläres Ermittlungs- und Strafverfahren jedoch nicht eingeleitet. Ein Sammeltransport brachte Kitzing am 17.03.1936 in das Konzentrationslager Lichtenburg. - Dieses und 15 weitere Verfolgungsschicksale zeigt die Ausstellung der AG Rosa Winkel. Die bewegenden Schicksale der Frauen und Männer, von Mitarbeitern*innen des Projekts Rosa Winkel aus den Polizei- und Justizakten des Landesarchivs Berlin recherchiert, dokumentieren die besonders ausgeprägte Verfolgungsmentalität der Polizei gerade gegenüber dieser Bevölkerungsgruppe.


Fotogalerie Friedrichshain, Helsingforser Platz 1, 10243 Berlin

Tel.: 030 / 296 16 84, fotogalerie@kulturring.berlin

geöffnet: Di, Mi, Fr, Sa 14.00 bis 18.00 Uhr, Do 10.00 bis 20.00 Uhr

Studio Bildende Kunst

12.07. bis 23.08.2019

Frank Lindenberg - Kleine Werkschau


Frank Lindenberg erblickte das Licht dieser Welt in Cottbus / Land Brandenburg, er lebt und arbeitet seit 1989 in Berlin. Als Autodidakt zeigt er seit 1992 seine Werke regelmäßig in Ausstellungen, vorwiegend in Berlin. Einzelausstellungen führten ihn auch nach Holland und in die Schweiz. Lindenberg ist Gründer der Torbogengalerie in der Auguststraße in Berlin. In seinen Bildern setzte er sich u. a. auseinander mit der Monoprinttechnik, er begann die Serie „Die Berliner Stadtgesichter“. Studienreisen führten ihn durch viele europäische Länder sowie nach Südostasien, Indien und Südamerika. Es entstanden die Reiseserien „Die Reise nach Siam“, „Divine Ideologies for a Human Being“, „Europa” (Zeichnungen, Radierungen). Ab 2005 wandte er sich dem Magischen Realismus zu.


01.07. bis 26.08.2019

laut+leise, zart+kräftig


Bis Ende August 2019 sind im Atelierraum des Studio Bildende Kunst Bilder des Kurses Naturstudien / Aquarellmalerei unter Leitung von Andreas Mücke zu sehen. Gezeigt werden Arbeiten, die im letzten Jahr entstanden sind. Dabei präsentieren sich die Gruppenmitglieder in den unterschiedlichsten Sujets und mit ihrem jeweils eigenen Stil. Die Teilnehmer*innen sind im Laufe der Jahre zu einer Gemeinschaft geworden, die sich durch das gemeinsame Interesse an der lebendigen Beschäftigung mit Kunst gefunden hat.


Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin

Tel.: 030 / 553 22 76, sbk@kulturring.berlin

geöffnet: Mo-Fr 10 bis 18 Uhr, Sa 14 bis 18 Uhr

Kulturküche Bohnsdorf

16.06. bis 01.08.2019

60 Fotografien zum Sechzigsten


Der gebürtige Cottbusser Thomas Schmidt begann bereits in seiner Schulzeit mit seinem Hobby. Es begleitete ihn weiter bei seinem Landmaschinenbau-Studium (Dipl.-Ingenieur) und seiner Familiengründung und entwickelte sich zur Leidenschaft. Seine spezielle Vorliebe wurde die „Bewegung“ - ihn faszinierte die Tierwelt unterwegs auf seinen Reisen über Land sowie unter Wasser. Dann zogen ihn verschiedene Sportarten magnetisch an, und er erfasste seltene Momente in Bewegung, die die Zweidimensionalität des Bildes zu sprengen scheinen. Populär wurden z.B. seine Aufnahmen von ALBA Berlin. In Schmidts Portfolio finden sich ebenso opulente Szenen vom Berliner Karneval der Kulturen oder dem Christopher Street Day. Bilder der Erinnerung von Landschaften und Menschen u.a. auf seinen Reisen durch Botswana und den Oman belegen die Faszination des Exotischen. Nun gibt es eine Auswahl des reichen fotografischen Werkes von Thomas Schmidt zum „runden Jubiläum“ zu bewundern.


19.08. bis 02.10.2019

Neue Ausstellung: Buntzel - Kinderkunst 2019

Vernissage: 15.08, 17.00 Uhr

Laudatio: Heike Bischoff, Kunstpädagogin


Wie schon im vergangenen, so auch in diesem Jahr werden wieder Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 6 der Grundschule Am Buntzelberg in der Bohnsdorfer Kulturküche mit künstlerischen Überraschungen die Besucher in Erstaunen bringen. Die im Unterricht und in Kursen gestalteten Bilder, Drucke, Collagen und Objekte - meist zu bestimmten Themen - zeigen große Vielfalt und eine fast grenzenlose Phantasie. Die jungen Künstlerinnen und Künstler nutzen dabei unterschiedliche Techniken und experimentieren mit größter Lust. Alle Besucher können sich davon überzeugen und sich an der Farben- und Formenpracht erfreuen.


Kulturküche Bohnsdorf, Dahmestraße 33, 12526 Berlin

Tel.: 030 / 67 89 61 91, bohnsdorf@kulturring.berlin

geöffnet: Mo-Do 12.00 bis 18.00 Uhr und zu den jeweiligen Veranstaltungen

Kulturbund Treptow

15.05. bis 31.08.2019

Stoffe und Stil – Fotografien aus Berliner Museen


Renate Ackermann, Mitglied im Colorclub Berlin-Treptow (CCB) und im Deutschen Verband für Fotografie (DVF), widmet sich seit Beendigung ihrer Berufstätigkeit als Medizinisch-Technische- Assistentin in wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen in Berlin mit großem Interesse der Fotografie. Sie bewegt sich gerne in der Natur und fotografiert ihre vielfältigen Stimmungen, aber auch Architektur und Kunstobjekte sind für sie interessant. Diese Ausstellung befasst sich mit dem Thema Stoff in Form von schönen Kleidern, die von Uli Richter, Modeschöpfer im ehemaligen West-Berlin, erschaffen worden sind. Ebenso wird die Darstellung von Stoff an Skulpturen aus mehreren Epochen betrachtet, ausgeführt in Marmor, Stein, Metall, Holz oder als Gipsabdruck. Das Bode-Museum, das Alte Museum, das Kunstgewerbemuseum und die Abdrucksammlung Antiker Plastik der Freien Universität bot reichhaltiges Anschauungsmaterial.


10.06. bis 08.08.2019

Kulturbundgalerie: Plakate von damals - Bilder von heute


Karl-Heinz Beck: "Als Gebrauchsgrafiker und Gestalter habe ich viel probiert und mir ein breites Arbeitsfeld erschlossen. Aber die berufliche Erfüllung fand ich als Plakatgestalter. Fotografische Umsetzungen, illustrative Bildgestaltungen und piktografische Bildsymbolik, das hat mir am meisten Spaß gemacht. Es war Handarbeit mit Pinsel, Feder und Rechenscheibe. Jetzt habe ich Zeit für das, was ich seit meiner frühesten Kindheit wollte – Zeit zum Malen. Ich versuche mich in den verschiedensten Techniken und bin meiner Lust am Ausprobieren treu geblieben. Jedes Bild ist ein Versuch, meinem Vermögen entsprechend ehrliche Arbeit mit Pinsel und Farbe zu leisten, ohne Effekthascherei. Das Plakative und Konstruktive lassen meine beruflichen Wurzeln erkennen. Aus diesem Grunde glaube ich, dass die Präsentation meiner Plakate zusammen mit meinen Bildern zwar ungewöhnlich, aber auch berechtigt ist. Malen ist für mich ein Bedürfnis geworden, und ich freue mich, wenn ich der Öffentlichkeit ab und zu meine Arbeiten vorstellen kann - denn ein Bild, das keiner sieht, ist verloren wie ein Text den keiner liest oder eine Melodie die keiner hört."


26.08. bis 27.09.2019

Kulturbundgalerie Treptow: Steffen Thiemann - usw.

Vernissage: 23.08, 19.00 Uhr

Laudatio: Der Künstler


Für den Autor Steffen Thiemann ist das Zeichnen immer ein Äquivalent zum Schreiben. Die Übergänge sind fließend, auch wenn die eine Ausdrucksform die andere über längere Phasen zurückdrängt, so kommt er doch immer wieder auf das vernachlässigte Medium zurück und beginnt an einem aufgegebenen Punkt neu, so als hätte er nie damit aufgehört. Zeichnen als die ursprüngliche Ausdrucksform, lange bevor aus den Zeichen Buchstaben wurden, Wörter mit eigenen Bedeutungen, Sinnzusammenhängen, Geschichten. Das Zeichnen ist immer unmittelbar, spontan, weniger kalkuliert und spekulativ wie das Schreiben. Zeichnen ist ein Augen-Blick. Ein Skizzieren des Moments. Das Zeichnen ist immer auch ein Aufzeichnen. Gesichter, Blicke, Bewegungen, Wörter, Notate. Ein Beobachten und Festhalten. Zeichnen als Schreibbewegung. Das ist nicht abstrakt, sondern immer gegenständlich, konkret, mitunter naiv. Mit der Technik des Holzschnitts nimmt er den Schwung aus der flüchtig hingeworfenen Zeichnung. Alles Flüssige wird spröde, widerspenstig. Das Messer schneidet und gräbt die aufgezeichneten Spuren mühsam ins Holz. Der Holzschnitt als anachronistisches Vervielfältigungsmedium der Kommunikation. Schrift und Zeichen korrespondieren, ergänzen einander, ergeben zusammen ein Bild. Werbung, Ankündigung, Manifest.


Kulturbund Treptow, Ernststr. 14/16, 12437 Berlin

Tel.: 536 96 534, KBTreptow@kulturring.berlin

geöffnet: Mo-Fr 10.00 bis 16.30 Uhr, Di bis 19.00 Uhr

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