Fotogalerie Friedrichshain

27.04. bis 08.06.2018

Peter Bauza - Copacabana Palace


Peter Bauza zeigt in einfühlsamen, berauschenden Bildern den Alltag in den besetzten Bauruinen mit dem Spitznamen Copacabana Palace, etwa 60 km westlich von Rio de Janeiro. Mehr als 1.000 obdachlose Menschen („sem teto, sem terra“) leben dort ohne fließendes Wasser oder Elektrizität unter extremsten Bedingungen. Viele von ihnen sind aus Rios Favelas geflüchtet, vor Konflikten oder nicht mehr zu bezahlenden Rechnungen. Sie alle wollten nur temporär bleiben und warten noch immer auf eine vom Staat versprochene Sozialwohnung. Ein heikles Thema, für das der Fotograf vor allem das Vertrauen der Menschen vor Ort gewinnen musste. Während sich Rio mit gigantischen Ausgaben auf die Olympischen Spiele 2016 vorbereitete, lebte Bauza über Monate mit den Menschen im Copacabana Palace und schuf so ein umfassendes Gesellschaftsbild nach dem Zitat des brasilianischen Musikers Francis Himes über Rio: „Das Paradies ist hier, die Hölle ist hier, Wahnsinn ist hier, Leidenschaft ist hier“. www.peterbauza.com


15.06. bis 29.06.2018

Jugend Fotografiert 2018

Vernissage: 14.06, 19.00 Uhr

Laudatio: Felix Hawran


"Jugend fotografiert" findet 2018 zum dritten Mal in der Fotogalerie Friedrichshain statt. Es handelt sich um ein Angebot der kulturellen Bildung (Workshops, Kooperationen mit verschiedenen Schulen und Jugendeinrichtungen) mit anschließender Ausstellung von Fotografien, gemacht ausschließlich von Kindern und Jugendlichen mit Schwerpunkt aus dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. In diesem Jahr beteiligen sich u.a. Kunstklassen der Ellen-Key Schule und des Dathe Gymnasiums aus Friedrichshain, sowie des Immanuel-Kant-Gymnasiums Lichtenberg und der Nelson-Mandela-Schule Wilmersdorf.


Fotogalerie Friedrichshain, Helsingforser Platz 1, 10243 Berlin

Tel.: 030 / 296 16 84, fotogalerie@kulturring.org

geöffnet: Di, Mi, Fr, Sa 14.00 bis 18.00 Uhr, Do 10.00 bis 20.00 Uhr

Galerie Ost-Art

10.05. bis 07.06.2018

Armgard Röhl: Kraft und Schönheit in der Malerei - Inspiration Natur


Armgard Röhl sieht Malen und Zeichnen als eine Erfüllung! Schon als Kind hat sie mit Begeisterung gezeichnet. Ihre Mutter meinte, die Erfüllung eigener Wünsche kann man sich auch malen, das war ihr frühzeitiger Ansporn. Armgard Röhl ist der Überzeugung, jeder Mensch sollte sich in irgendeiner Art künstlerisch beschäftigen. Sei es nun malen oder musizieren, schreiben oder dichten. Denn dann bleiben Krankheiten weg, weil man dafür keine Zeit mehr hat. Und wichtig sei, dass das, was man mache, auch einem selbst Freude bereitet. Gespür ist wichtig. Ihr geht es vor allem um das Experimentelle. Das Ergebnis darf nicht absehbar sein. Stets versuche sie sich selbst zu überraschen. Die Ideen sind klar, da sie auf realen Beobachtungen beruhen. Durch Eigendynamik , die von der ursprünglichen Idee abweichen kann, erschließt sich das neue Kunstwerk. Für das Verständnis von Kunstwerken kann ein Gedanke des Künstlers wichtig sein. Jedes Kunstwerk steht für sich. Bei der Übersetzung vom Visuellen in Sprache könnte etwas verloren gehen. Viele Künstler reden nicht gern über ihre Kunstwerke. Das Motiv verwandelt die Idee in ein Bild. Armgard Röhl ist froh, dass sie diese Gabe besitzt.


15.06. bis 26.07.2018

Saskia Wenzel: Im Rausch der Farben

Vernissage: 14.06, 19.00 Uhr


Saskia Wenzel, 1965 in Wittenberg/Lutherstadt geboren, lebt und arbeitet in Berlin. In ihrer Ausstellung wird einen Auswahl von Arbeiten aus den letzten zwanzig Jahren gezeigt. Mit Vorliebe nutzt sie die Techniken der Gouache und Aquarellmalerei. In den Zeichnungen findet sich eine eigenständige Ausdruckskraft. Saskia Wenzel verwendet darin gern die Materialien der Kreide und Kohle, da diese einen weichen, lebendigen Strich geben. In den Bildern kommen Spontanität und Leidenschaft ebenso zum Ausdruck wie gestalterisches Können und klare Formensprache. Spielerisch trifft sie eine figurative, expressive Ausdrucksweise. Dabei verwendet sie mit Vorliebe eine reichhaltige Farbpalette. Mit sicherem Gefühl für starke Farbtöne und Nuancen reflektiert sie die Wirklichkeit in ihren Bildern. Ihre Arbeiten zeigen eigenwillige Kompositionen im Spannungsfeld zwischen Mensch und Tier, dabei spiegelt sie Gefühlswelten voller gesellschaftlicher Widersprüche und Brüche wider.


Galerie Ost-Art, Giselastraße 12, 10317 Berlin

Tel.: 030 / 513 97 49, ostart@kulturring.org

geöffnet: Di-Fr 10.00 bis 15.00 Uhr, Sa 13.00 bis 17.00 Uhr

Studio Bildende Kunst

23.06. bis 02.08.2018

Experiment Druckgraphik

Vernissage: 22.06, 19.00 Uhr

Laudatio: Dr. Anita Kühnel (Kunsthistorikerin)


Die Förderung und Propagierung der bildkünstlerischen Technik der Druckgraphik ist ein Ziel, welches das Graphik-Collegium Berlin e.V. generell und mit dieser Ausstellung exemplarisch verfolgt. Mit dem Ausstellungsprojekt „Experiment Druckgraphik“ will der Verein gerade jungen, angehenden bildenden Künstlern, die noch an einer Berliner Kunsthochschule, der Universität der Künste, studieren, eine Ausstellungsmöglichkeit einräumen, in der sie sich z.T. erstmalig mit ihrer Kunst einem breiten Publikum präsentieren können. Ausgewählt wurden drei angehende KünstlerInnen aus drei Ländern und mit unterschiedlichen Biographien: Carolin Bernhofer aus Deutschland, Marta Djourina aus Bulgarien und Ahmad Ramadan aus Syrien. Die Schau ist ein „Experiment“ in mehrfachem Sinne. Eine Ausstellung mit dem Schwerpunkt Druckgraphik ist in der heutigen Kunstszene in Deutschland alleine schon ein Experiment. Hinzu kommt eine unverstellte, experimentelle Herangehensweise an das Medium Druckgraphik durch die KünstlerInnen, hier konzentriert auf die Technik der Lithographie, in der aber auch die unterschiedlichen Lebenserfahrungen sowie die Erfahrungen aus verschiedenen Kulturkreisen thematisch und formal einfließen.


Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin

Tel.: 030 / 553 22 76, sbk@kulturring.org

geöffnet: Mo bis Do 10-20 Uhr, Fr 10-18 Uhr, Sa 14-18 Uhr

Kulturküche Bohnsdorf

17.05. bis 09.08.2018

Ausstellungseröffnung: Zweimal Pfüller - Grafik und Malerei


Volker & Bettina Pfüller zeigen als weiteres Künstler-Ehepaar in der Kulturküche eine Werk-Auswahl: grafisch gestaltete Künstler-Neujahrs-Kartenwünsche sowie Bilder mit Landschaften und Still-Leben.


Kulturküche Bohnsdorf, Dahmestraße 33, 12526 Berlin

Tel.: 030 / 67 89 61 91, bohnsdorf@kulturring.org

geöffnet: Mo-Do 12.00 bis 18.00 Uhr und zu den jeweiligen Veranstaltungen

Kulturbund Treptow

05.03. bis 31.05.2018

Galerie im Club: 450 Jahre Treptow - Lieblingsorte in Treptow


Seit fast einem Jahr recherchieren fünf Enthusiasten im Rahmen eines Projektes selbst ausgewählte Lieblingsorte im Bezirk Treptow-Köpenick, um diese in Wort und Bild für sich (neu) zu entdecken, mit dem Ziel, Bürgerinnen und Bürger, Gäste sowie Interessierte des südöstlich gelegenen Stadtbezirks so auf noch Unentdecktes, Unbekanntes neugierig zu machen. Jeder von ihnen hat bereits eine Reihe neuer Lieblingsorte ausgemacht, bereits bekannte aufgesucht und dabei auch fotografisch festgehalten. Zum 450-jährigen Jubiläum Treptows präsentiert die Galerie im Club ausgewählte Fotomotive zweier Teilnehmer, die in diesem Teil des flächenmäßig größten Berliner Bezirkes entstanden.


09.04. bis 30.05.2018

Kulturbundgalerie Treptow: Resistere per Esistere - Widerstehen um zu existieren


„Widerstehen um zu existieren“ ist der programmatische Titel dieser Ausstellung zeitgenössischer Kunst aus Venedig. Die venezianischen Künstler manifestieren ihren Widerstand allein schon über das Weiterführen ihrer künstlerischen Arbeit trotz widriger Bedingungen in einem Umfeld, in dem dies kaum noch möglich ist. Gentrifizierung, extrem hohe Raumkosten und die Monokultur des Massentourismus lassen im Wortsinne nur „wenig Raum“ für die zeitgenössische Kunst. Und doch! Venedig bleibt solange noch ein lebendiger Ort, solange Kunst sich Venedigs nicht nur als Kulisse bedient, sondern dort auch wirklich weiter produziert wird und es die Stadt schafft zu bleiben, was sie über Jahrhunderte ganz selbstverständlich war: Atelier und Werkstatt. Die Künstler senden genau dieses Lebenszeichen nach Berlin. Das Spektrum der gezeigten Arbeiten und Techniken ist vielfältig: Luisa Asteriti zeigt neue Radierungen, Roberto Cannata bringt Malerei auf Leinwand nach Berlin. Sissi De Martin zeigt Mischtechniken - Tempera und Collage. Von Andrea Pagnacco sind Schwarz-Weiß-Linolchnitte zu sehen, von Micaela Sarain Fotografien. Paolo Scarpa zeigt Collagen, Nicola Sene Holzschnitte und Consuelo Vallina bringt Malerei auf von ihr selbst handschöpftem Papier in die Ausstellung. Die Künstler kennen sich aus ihrer Zusammenarbeit mit dem Centro Internazionale della Grafica, einer Institution Venezianischer Kunst, zugleich Grafikwerkstatt, Edition und Projektschmiede.


04.06. bis 16.08.2018

Galerie im Club: Mit Leib und Seele für Berlin – Alba Berlin und seine Fans


Der Colorclub Berlin-Treptow, dessen Mitglied Thomas Schmidt ist, hatte in der Vergangenheit mit dem Sender radioeins erfolgreich an einer Publikation „Zum Glück“ zusammengearbeitet. Seither ist der Kontakt zwischen dem Sender und dem Fotografen Thomas Schmidt nicht abgebrochen. Seine Fotos wurden auf der Webseite des Senders veröffentlicht. Als regelmäßiger Besucher der Spiele von Alba Berlin liefert Schmidt radioeins, der Medienpartner der „Albatrosse“ ist, immer wieder Bilder von den Heimspielen des Clubs. Seit ca. 3 Jahren sitzt er als „akkreditierter Amateurfotograf“ neben den Fotoprofis direkt am Spielfeldrand. Dabei entstehen pro Spiel zwischen 300 und 500 Aufnahmen. Das Spiel ist sehr temporeich, in der Halle herrschen nicht die besten Lichtverhältnisse. Da wird der Fotograf mit seiner Technik sehr gefordert. Wer einmal im Block 212 in der MB-Arena zwischen den Fans gestanden hat, ist von der Stimmung fasziniert. Die Fans begrüßen Spieler, die Schiedsrichter pfeifen nicht „wie gewünscht“, immer dann geht im Block die Post ab: Gänsehautgefühl pur. Selbstgemalte Plakate, Trommler und das Abklatschen mit den Spielern, dass gehört einfach dazu. Das Spiel, die Show mit den Alba-Dancern, die „Albatrosse“ selbst und ihre Fans vom Kleinkind bis Senior sind eine Mischung, die in die Halle lockt, so Thomas Schmidt. In seiner Ausstellung zeigt Schmidt nicht nur spektakuläre Dunks, sondern auch die Fans und deren Verbundenheit mit ihrem Club.


11.06. bis 09.08.2018

Kulturbundgalerie Treptow: Barbara Müller-Kageler

Vernissage: 08.06, 19.00 Uhr

Laudatio: Petra Hornung, Kunsthistorikerin


Es ist diese besondere, höchst eigene, farbfeine Malerei, die weit über die Grenzen Berlins hinaus geliebt, verehrt, gesammelt wird. Als Fotografin ist Barbara Müller-Kargeler weniger bekannt. Umso aufregender ist es, sich auf diesen anderen Blick auf die Welt einzulassen. Er könnte uns geradezu freudvoll die Augen öffnen! Denn es ist gerade das Unbeachtete, scheinbar Nebensächliche, Unwichtige, das sie mit ihren Augenblicksaufnahmen wie Phönix aus der Asche steigen lässt. Barbara Müller-Kargeler ist immer unterwegs, gern auf Reisen. Nicht, dass sie die sogenannten „Motive“ suchen bräuchte, sie sieht fast ständig Bilder, Farben überall, auch ganz in der Nähe, am alltäglichen Ort. Die Kunst dabei ist, einen Sinn, eine Feinfühligkeit für die unendliche Vielfalt von Strukturen, Objekten, Farben, Begebenheiten zu entwickeln, das Staunen quasi zu qualifizieren, den Reichtum zu eigen zu machen. Alle Fotos sind auf den ersten Blick gemacht, auskömmlich ohne „high tech“, unbearbeitet. Das Finden der guten, spannungsreichen Komposition, ist der eigentliche artifizielle Akt; die Dinge ins rechte Licht zu setzten, damit sie zu kostbaren Seherlebnissen werden. Selbst einen Duft kann die Künstlerin sichtbar machen mit ihren Fotografien. Durch solche Sicht bleiben die Dinge erinnerlich, ohne auf konkrete Orte oder Menschen zu verweisen. Das Private wandelt sich zum Universellen. (Petra Hornung)


Kulturbund Treptow, Ernststr. 14/16, 12437 Berlin

Tel.: 536 96 534, KBTreptow@kulturring.org

geöffnet: Mo-Fr 10.00 bis 16.30 Uhr, Di bis 19.00 Uhr

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