Fotogalerie Friedrichshain

06.07. bis 17.08.2018

Norbert Vogel - Jegliches hat seine Zeit: Fotografien 1965-1990


Kaum ein anderer Fotograf der DDR hat so lange und so intensiv den Lebensalltag in Gemeinschaften dokumentiert wie Norbert Vogel. Nach seinem Studium der Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig war er als Reporter in den verschiedensten Einrichtungen der Daseinsfürsorge zu Hause, in Kinderkrippen und Kindergärten ebenso wie in Schulen, Jugendclubs, Krankenhäusern oder Altenheimen. Auch in seiner Straßenfotografie und sogar seiner außergewöhnlichen Aktfotografie steht das Miteinander der Menschen im Zentrum des Interesses. So entwerfen die hier versammelten Aufnahmen ein facettenreiches Bild von Stationen und Grundsituationen des Lebens, das fern aller Ideologien von einem sanften, oft humorvollen Humanismus geprägt wird. Text: Mathias Bertram (mit Genehmigung)


Fotogalerie Friedrichshain, Helsingforser Platz 1, 10243 Berlin

Tel.: 030 / 296 16 84, fotogalerie@kulturring.org

geöffnet: Di, Mi, Fr, Sa 14.00 bis 18.00 Uhr, Do 10.00 bis 20.00 Uhr

Galerie Ost-Art

15.06. bis 26.07.2018

Saskia Wenzel: Im Rausch der Farben


Saskia Wenzel, 1965 in Wittenberg/Lutherstadt geboren, lebt und arbeitet in Berlin. In ihrer Ausstellung wird einen Auswahl von Arbeiten aus den letzten zwanzig Jahren gezeigt. Mit Vorliebe nutzt sie die Techniken der Gouache und Aquarellmalerei. In den Zeichnungen findet sich eine eigenständige Ausdruckskraft. Saskia Wenzel verwendet darin gern die Materialien der Kreide und Kohle, da diese einen weichen, lebendigen Strich geben. In den Bildern kommen Spontanität und Leidenschaft ebenso zum Ausdruck wie gestalterisches Können und klare Formensprache. Spielerisch trifft sie eine figurative, expressive Ausdrucksweise. Dabei verwendet sie mit Vorliebe eine reichhaltige Farbpalette. Mit sicherem Gefühl für starke Farbtöne und Nuancen reflektiert sie die Wirklichkeit in ihren Bildern. Ihre Arbeiten zeigen eigenwillige Kompositionen im Spannungsfeld zwischen Mensch und Tier, dabei spiegelt sie Gefühlswelten voller gesellschaftlicher Widersprüche und Brüche wider.


03.08. bis 20.09.2018

Marianne Kühn-Berger und Kurt-Hermann Kühn: Figurinen und Figuren

Vernissage: 02.08, 19.00 Uhr


Marianne Kühn-Berger (1927-2016) und Kurt-Hermann Kühn (1926-1989) gehörten zu der ersten Künstler-Generation in der DDR. Nach dem Erleben des Krieges fühlten sie sich den klassischen humanistischen und sozialistischen Ideen verpflichtet. Den gemeinsamen Studienjahren in Leipzig folgte ihr Umzug nach Kleinmachnow und später nach Wilhelmshorst (bei Potsdam). Während Kurt-Hermann Kühn sich auf die Malerei und großformatige Wandgestaltungen (vor allem Fresken) - aber auch auf erotische Zeichnungen und Mezzotintos - konzentrierte, reicht Marianne Kühn-Bergers Oeuvre von der Modezeichnung (u.a. für Sybille, Das Magazin und Für Dich) über die Bekleidung der Interflug-Stewardessen und Filmkostümen mehr zum angewandten Bereich. Später wandte sie sich der seltenen Technik der Miniaturlack-Malerei und größeren Bildformten zu. Zentrales Thema im Schaffen beider Künstler aber war die Darstellung der Frau in der Gesellschaft. Seit Mitte der 1950er Jahre waren beide u.a. auch Mitglieder des Kulturbundes. Mit „Figurinen und Figuren“ wollen wir an dieses außergewöhnliche Brandenburger Künstlerpaar erinnern, deren Lebenswerke natürlich weitaus umfang- und facettenreicher sind. Mehr dazu auf ihrer Homepage: www.kühn-berger.de


Galerie Ost-Art, Giselastraße 12, 10317 Berlin

Tel.: 030 / 513 97 49, ostart@kulturring.org

geöffnet: Di, Mi, Fr 10.00 bis 15.00 Uhr, Do 10.00 bis 18.00 Uhr

Studio Bildende Kunst

23.06. bis 03.08.2018

Experiment Druckgraphik


Die Förderung und Propagierung der bildkünstlerischen Technik der Druckgraphik ist ein Ziel, welches das Graphik-Collegium Berlin e.V. generell und mit dieser Ausstellung exemplarisch verfolgt. Mit dem Ausstellungsprojekt „Experiment Druckgraphik“ will der Verein gerade jungen, angehenden bildenden Künstlern, die noch an einer Berliner Kunsthochschule, der Universität der Künste, studieren, eine Ausstellungsmöglichkeit einräumen, in der sie sich z.T. erstmalig mit ihrer Kunst einem breiten Publikum präsentieren können. Ausgewählt wurden drei angehende KünstlerInnen aus drei Ländern und mit unterschiedlichen Biographien: Carolin Bernhofer aus Deutschland, Marta Djourina aus Bulgarien und Ahmad Ramadan aus Syrien. Die Schau ist ein „Experiment“ in mehrfachem Sinne. Eine Ausstellung mit dem Schwerpunkt Druckgraphik ist in der heutigen Kunstszene in Deutschland alleine schon ein Experiment. Hinzu kommt eine unverstellte, experimentelle Herangehensweise an das Medium Druckgraphik durch die KünstlerInnen, hier konzentriert auf die Technik der Lithographie, in der aber auch die unterschiedlichen Lebenserfahrungen sowie die Erfahrungen aus verschiedenen Kulturkreisen thematisch und formal einfließen.


10.08. bis 20.09.2018

Patrick Fauck - Welcome inside my brain

Vernissage: 09.08, 19.00 Uhr


Patrick Fauck bezeichnet sich selber als Druckgrafiker aus Passion! Die Druckgrafik betrachte er nicht als „schmückendes" Beiwerk, als Erweiterung des künstlerischen Repertoires wie bei einem Maler oder Bildhauer, nein, für ihn ist das Drucken Hauptweg, Laboratorium und großes Experimentierfeld. Der Reiz der Alchemie der „Schwarzen Kunst", das jeder Drucktechnik eigene Prozedere, die unterschiedlichen und unverwechselbaren Charakteristika aller druckgrafischen Disziplinen, sei es die Radierung in all ihren Facetten, sei es der Holz- und Linolschnitt, die Lithographie, der Siebdruck usw., oder der sehr aufwendige und heute leider schon fast in Vergessenheit geratene Lichtdruck; sie alle ziehen ihn in ihren Bann und überall dort herrscht für ihn Neugier, Faszination, Kunstwollen und Tatendrang. Patrick Fauck wurde 1970 im Saarland geboren. Er lebt und arbeitet in Leipzig.


Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin

Tel.: 030 / 553 22 76, sbk@kulturring.org

geöffnet: Mo-Fr 10 bis 18 Uhr, Sa 14 bis 18 Uhr

Kulturküche Bohnsdorf

17.05. bis 09.08.2018

Ausstellungseröffnung: Zweimal Pfüller - Grafik und Malerei


Volker & Bettina Pfüller zeigen als weiteres Künstler-Ehepaar in der Kulturküche eine Werk-Auswahl: grafisch gestaltete Künstler-Neujahrs-Kartenwünsche sowie Bilder mit Landschaften und Still-Leben.


27.08. bis 11.10.2018

Buntzel-Kinderkunst 18


Schon beinahe traditionell sorgt wieder die Grundschule Am Buntzelberg in der Kulturküche für künstlerische Überraschungen aus ihren Klassen 1 bis 6. Die im Unterricht und in Kursen gestalteten Bilder, meist zu bestimmten Themen, zeigen enorme Vielfältigkeit. Die jungen Künsterinnen und Künstler nutzen unterschiedliche Techniken und experimentieren mit großer Lust. Die Kinder beweisen erneut ihre grenzenlose Phantasie und alle Besucher können sich an ihrer Farben- und Formenpracht erfreuen!!


27.08. bis 11.10.2018

450 Jahre Treptow: Bohnsdorfer Impressionen


Eine Extra-Präsentation mit Fotos und Texten zum Treptower Ortsteil „Bohnsdorf“ von Martina Güll wird im Kabinett der Kulturküche gezeigt. Sie führte dabei viele Gespräche mit Bohnsdorfern, porträtierte sie und fand überraschende und typische Motive in Bohnsdorf.


Kulturküche Bohnsdorf, Dahmestraße 33, 12526 Berlin

Tel.: 030 / 67 89 61 91, bohnsdorf@kulturring.org

geöffnet: Mo-Do 12.00 bis 18.00 Uhr und zu den jeweiligen Veranstaltungen

Kulturbund Treptow

04.06. bis 16.08.2018

Galerie im Club: Mit Leib und Seele für Berlin – Alba Berlin und seine Fans


Der Colorclub Berlin-Treptow, dessen Mitglied Thomas Schmidt ist, hatte in der Vergangenheit mit dem Sender radioeins erfolgreich an einer Publikation „Zum Glück“ zusammengearbeitet. Seither ist der Kontakt zwischen dem Sender und dem Fotografen Thomas Schmidt nicht abgebrochen. Seine Fotos wurden auf der Webseite des Senders veröffentlicht. Als regelmäßiger Besucher der Spiele von Alba Berlin liefert Schmidt radioeins, der Medienpartner der „Albatrosse“ ist, immer wieder Bilder von den Heimspielen des Clubs. Seit ca. 3 Jahren sitzt er als „akkreditierter Amateurfotograf“ neben den Fotoprofis direkt am Spielfeldrand. Dabei entstehen pro Spiel zwischen 300 und 500 Aufnahmen. Das Spiel ist sehr temporeich, in der Halle herrschen nicht die besten Lichtverhältnisse. Da wird der Fotograf mit seiner Technik sehr gefordert. Wer einmal im Block 212 in der MB-Arena zwischen den Fans gestanden hat, ist von der Stimmung fasziniert. Die Fans begrüßen Spieler, die Schiedsrichter pfeifen nicht „wie gewünscht“, immer dann geht im Block die Post ab: Gänsehautgefühl pur. Selbstgemalte Plakate, Trommler und das Abklatschen mit den Spielern, dass gehört einfach dazu. Das Spiel, die Show mit den Alba-Dancern, die „Albatrosse“ selbst und ihre Fans vom Kleinkind bis Senior sind eine Mischung, die in die Halle lockt, so Thomas Schmidt. In seiner Ausstellung zeigt Schmidt nicht nur spektakuläre Dunks, sondern auch die Fans und deren Verbundenheit mit ihrem Club.


11.06. bis 09.08.2018

Kulturbundgalerie Treptow: Barbara Müller-Kageler


Es ist diese besondere, höchst eigene, farbfeine Malerei, die weit über die Grenzen Berlins hinaus geliebt, verehrt, gesammelt wird. Als Fotografin ist Barbara Müller-Kargeler weniger bekannt. Umso aufregender ist es, sich auf diesen anderen Blick auf die Welt einzulassen. Er könnte uns geradezu freudvoll die Augen öffnen! Denn es ist gerade das Unbeachtete, scheinbar Nebensächliche, Unwichtige, das sie mit ihren Augenblicksaufnahmen wie Phönix aus der Asche steigen lässt. Barbara Müller-Kargeler ist immer unterwegs, gern auf Reisen. Nicht, dass sie die sogenannten „Motive“ suchen bräuchte, sie sieht fast ständig Bilder, Farben überall, auch ganz in der Nähe, am alltäglichen Ort. Die Kunst dabei ist, einen Sinn, eine Feinfühligkeit für die unendliche Vielfalt von Strukturen, Objekten, Farben, Begebenheiten zu entwickeln, das Staunen quasi zu qualifizieren, den Reichtum zu eigen zu machen. Alle Fotos sind auf den ersten Blick gemacht, auskömmlich ohne „high tech“, unbearbeitet. Das Finden der guten, spannungsreichen Komposition, ist der eigentliche artifizielle Akt; die Dinge ins rechte Licht zu setzten, damit sie zu kostbaren Seherlebnissen werden. Selbst einen Duft kann die Künstlerin sichtbar machen mit ihren Fotografien. Durch solche Sicht bleiben die Dinge erinnerlich, ohne auf konkrete Orte oder Menschen zu verweisen. Das Private wandelt sich zum Universellen. (Petra Hornung)


20.08. bis 31.10.2018

Galerie im Club: 450 Jahre Treptow, Persönlichkeiten aus Baumschulenweg


Die im Auftrag des Kulturrings in Berlin e.V. erarbeitete Ausstellung erinnert an Menschen, die in den vergangenen mehr als 100 Jahren in Baumschulenweg ihre Spuren hinterließen. 14 Leute, von Emil von Behring bis Ernst Ziel, bilden einen Querschnitt von Persönlichkeiten, die mit der Geschichte des Ortsteils eng verbunden sind. Zu ihnen gehört auch Franz Späth (hier mit einer Bronzebüste von Albert August Karl Manthe auf dem Luisenstädtischen Friedhof zu Ehren der Gärtnerdynastie Späth dargestellt). Er gehörte zur 5. Generation der sich mit Gartenbau befassenden Familie. Späth führte den um 1720 gegründeten Betrieb zu internationaler Anerkennung. Er setzte u.a. durch, dass am 26. Mai 1890 zwischen den Eisenbahnstationen Treptow und Johannisthal eine Haltestelle der Görlitzer Vorortbahn in Betrieb genommen wurde. Der Bahnhof wurde nach der Baumschule und dem Weg dorthin benannt: Baumschulenweg.


20.08. bis 28.09.2018

Kulturbundgalerie Treptow: Die Sonne blendet

Vernissage: 17.08, 19.00 Uhr

Laudatio: Petra Hornung, Kunsthistorikerin


Es macht ganz einfach Freude, dieses Aufspüren von unvermuteten Berührungspunkten innerhalb der Ausstellung. Zartes und Sprödes, zeichenhafte Setzungen zu lyrischen Attitüden, scheinbar Schutzummanteltes, scheinbar in melancholischer Schwebe tanzend, introvertiert oder nach außen strebend; kollidiert nicht. Vielmehr baut sich eine sorgfältige, fast behutsame Balance an, die unserer Sehnsucht nach Harmonie zwar ein Stückchen entgegenkommt, schmeichelnd bestätigt wird sie indessen nicht. Zu ambivalent, zu feinnervig und zu ernst sind die künstlerischen Botschaften, als das sich die Schönheit in ungetrübter Sicherheit wähnen könnte. Viel zu entschieden meiden Skulptur und Bild den Glanz, die Politur, die Läuterung, und doch ist es kein zu unterschätzender Reiz, wenn die künstlerischen Behauptungen der Form in einer fast gegenläufigen Mentalität, wie in dieser Schau sich eben nicht in Frage stellen. Eher bestätigen sie das Eigene und entfalten so eine höchst bewegte Aura, wie eine lautere, feingeistige Frische, die in ihrer Greifbarkeit dennoch ihre Geheimnisse zu hüten wissen. Diese erregte Malerei stellt mit ihren geradezu klingenden Dissonanzen, den Abstand gebietenden abstrakt-figürlichen Steingüssen eine Regung anheim, die in den beredten spurenreichen Oberflächen bereits als Potenz angelegt ist. Unterbewusstes tritt mitunter zu Tage, in verschiedenen Graduierungen, bis sie ihren Halt in der Andeutung finden. (Petra Hornung)


Kulturbund Treptow, Ernststr. 14/16, 12437 Berlin

Tel.: 536 96 534, KBTreptow@kulturring.org

geöffnet: Mo-Fr 10.00 bis 16.30 Uhr, Di bis 19.00 Uhr

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