Fotogalerie Friedrichshain

23.08. bis 06.09.2019

So bin ich! Ich bin so! - Verfolgung von Trans* und Lesben in der NS-Zeit

Vernissage: 22.08, 17.00 Uhr

Laudatio: Andreas Pretzel, Leiter der Arbeitsgemeinschaft "Rosa Winkel"


In einem Vermerk der Inspektion VII der Staatspolizeileitstelle Berlin im März 1936 steht: „Bei Kitzing handelt es sich um einen Transvestiten schlimmster Art, der nur von der männlichen Prostitution leben dürfte. Er ist zu wiederholten Malen auf Strichgängen angetroffen und eingeliefert worden. Es dürfte, falls Kitzing eine strafbare Handlung aus § 175a RStGB nicht nachgewiesen werden kann, seine Unterbringung in einem Konzentrationslager in Erwägung zu ziehen sein.“ Der Schutzhaftbefehl wurde am 05.03.1936 erteilt, ein reguläres Ermittlungs- und Strafverfahren jedoch nicht eingeleitet. Ein Sammeltransport brachte Kitzing am 17.03.1936 in das Konzentrationslager Lichtenburg. - Dieses und 15 weitere Verfolgungsschicksale zeigt die Ausstellung der AG Rosa Winkel. Die bewegenden Schicksale der Frauen und Männer, von Mitarbeitern*innen des Projekts Rosa Winkel aus den Polizei- und Justizakten des Landesarchivs Berlin recherchiert, dokumentieren die besonders ausgeprägte Verfolgungsmentalität der Polizei gerade gegenüber dieser Bevölkerungsgruppe.


13.09. bis 01.11.2019

Fotograf*innen aus Friedrichshain-Kreuzberg

Vernissage: 12.09, 19.00 Uhr

Laudatio: Felix Hawran


Für unsere große Gruppenausstellung im Herbst 2019 waren alle Fotograf*innen eingeladen, die einen persönlichen Bezug zum Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg haben. Der Bezirk als Geburtsort, Lebensmittelpunkt, Atelierstandort oder Erinnerung aus der Ferne… Egal, wo die Bilder entstanden sind, Themen und Inhalten waren keine Grenzen gesetzt. Gezeigt werden in der finalen Auswahl der 22 Fotograf*innen vor allem engagierte Langzeitprojekte, aber auch stark konzeptuelle künstlerische Serien, die durch ihre außergewöhnliche Ästhetik bestechen.


Fotogalerie Friedrichshain, Helsingforser Platz 1, 10243 Berlin

Tel.: 030 / 296 16 84, fotogalerie@kulturring.berlin

geöffnet: Di, Mi, Fr, Sa 14.00 bis 18.00 Uhr, Do 10.00 bis 20.00 Uhr

Studio Bildende Kunst

12.07. bis 23.08.2019

Frank Lindenberg - Kleine Werkschau


Frank Lindenberg erblickte das Licht dieser Welt in Cottbus / Land Brandenburg, er lebt und arbeitet seit 1989 in Berlin. Als Autodidakt zeigt er seit 1992 seine Werke regelmäßig in Ausstellungen, vorwiegend in Berlin. Einzelausstellungen führten ihn auch nach Holland und in die Schweiz. Lindenberg ist Gründer der Torbogengalerie in der Auguststraße in Berlin. In seinen Bildern setzte er sich u. a. auseinander mit der Monoprinttechnik, er begann die Serie „Die Berliner Stadtgesichter“. Studienreisen führten ihn durch viele europäische Länder sowie nach Südostasien, Indien und Südamerika. Es entstanden die Reiseserien „Die Reise nach Siam“, „Divine Ideologies for a Human Being“, „Europa” (Zeichnungen, Radierungen). Ab 2005 wandte er sich dem Magischen Realismus zu.


30.08. bis 10.10.2019

Jahresausstellung 2019 des Graphik-Collegium Berlin e.V.

Vernissage: 06.09, 19.00 Uhr


Das 2015 gegründete Graphik-Collegium Berlin, hervorgegangen aus Teilnehmer*innen der Kunstkurse im Studio Bildende Kunst, verstärkt mit weiteren Künstler*innen, vereint Graphiker*innen und Zeichner*innen. Die Jahresausstellung ist sowohl Leistungsschau des Vereins als auch Bestandsaufnahme. Gezeigt werden vorwiegend Werke aus den Bereichen des Tiefdrucks, wie Radierung oder Aquatinta, und Zeichnungen. Sie alle zeigen Kunstwerke mit individuellen, unverwechselbaren Handschriften. Das lässt die Schau zu einem spannenden Erlebnis werden. Die Motive reichen von der Landschafts- über die Figurendarstellung bis zu gegenstandslosen phantastischen Bildern.


01.07. bis 26.08.2019

laut+leise, zart+kräftig


Bis Ende August 2019 sind im Atelierraum des Studio Bildende Kunst Bilder des Kurses Naturstudien / Aquarellmalerei unter Leitung von Andreas Mücke zu sehen. Gezeigt werden Arbeiten, die im letzten Jahr entstanden sind. Dabei präsentieren sich die Gruppenmitglieder in den unterschiedlichsten Sujets und mit ihrem jeweils eigenen Stil. Die Teilnehmer*innen sind im Laufe der Jahre zu einer Gemeinschaft geworden, die sich durch das gemeinsame Interesse an der lebendigen Beschäftigung mit Kunst gefunden hat.


07.09. bis 10.10.2019

Ausstellung: Impressionen an der Oder II

Vernissage: 06.09, 20.30 Uhr


Mitglieder des Graphik-Collegiums und Gäste zeigen im Atelier des Studios Bildende Kunst Arbeiten, die während Mal- und Zeichen- sowie Graphiksymposien im Oderbruch/Wilhelmsaue entstanden sind. Eröffnung während der Langen Nacht der Bilder Lichtenberg.


Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin

Tel.: 030 / 553 22 76, sbk@kulturring.berlin

geöffnet: Mo-Fr 10 bis 18 Uhr, Sa 14 bis 18 Uhr

Kulturküche Bohnsdorf

19.08. bis 02.10.2019

Neue Ausstellung: Buntzel - Kinderkunst 2019


Wie schon im vergangenen, so auch in diesem Jahr werden wieder Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 6 der Grundschule Am Buntzelberg in der Bohnsdorfer Kulturküche mit künstlerischen Überraschungen die Besucher in Erstaunen bringen. Die im Unterricht und in Kursen gestalteten Bilder, Drucke, Collagen und Objekte - meist zu bestimmten Themen - zeigen große Vielfalt und eine fast grenzenlose Phantasie. Die jungen Künstlerinnen und Künstler nutzen dabei unterschiedliche Techniken und experimentieren mit größter Lust. Alle Besucher können sich davon überzeugen und sich an der Farben- und Formenpracht erfreuen.


Kulturküche Bohnsdorf, Dahmestraße 33, 12526 Berlin

Tel.: 030 / 67 89 61 91, bohnsdorf@kulturring.berlin

geöffnet: Mo-Do 12.00 bis 18.00 Uhr und zu den jeweiligen Veranstaltungen

Kulturbund Treptow

15.05. bis 31.08.2019

Stoffe und Stil – Fotografien aus Berliner Museen


Renate Ackermann, Mitglied im Colorclub Berlin-Treptow (CCB) und im Deutschen Verband für Fotografie (DVF), widmet sich seit Beendigung ihrer Berufstätigkeit als Medizinisch-Technische- Assistentin in wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen in Berlin mit großem Interesse der Fotografie. Sie bewegt sich gerne in der Natur und fotografiert ihre vielfältigen Stimmungen, aber auch Architektur und Kunstobjekte sind für sie interessant. Diese Ausstellung befasst sich mit dem Thema Stoff in Form von schönen Kleidern, die von Uli Richter, Modeschöpfer im ehemaligen West-Berlin, erschaffen worden sind. Ebenso wird die Darstellung von Stoff an Skulpturen aus mehreren Epochen betrachtet, ausgeführt in Marmor, Stein, Metall, Holz oder als Gipsabdruck. Das Bode-Museum, das Alte Museum, das Kunstgewerbemuseum und die Abdrucksammlung Antiker Plastik der Freien Universität bot reichhaltiges Anschauungsmaterial.


26.08. bis 27.09.2019

Kulturbundgalerie Treptow: Steffen Thiemann - usw.

Vernissage: 23.08, 19.00 Uhr

Laudatio: Der Künstler

Musik: Felix Thiemann


Für den Autor Steffen Thiemann ist das Zeichnen immer ein Äquivalent zum Schreiben. Die Übergänge sind fließend, auch wenn die eine Ausdrucksform die andere über längere Phasen zurückdrängt, so kommt er doch immer wieder auf das vernachlässigte Medium zurück und beginnt an einem aufgegebenen Punkt neu, so als hätte er nie damit aufgehört. Zeichnen als die ursprüngliche Ausdrucksform, lange bevor aus den Zeichen Buchstaben wurden, Wörter mit eigenen Bedeutungen, Sinnzusammenhängen, Geschichten. Das Zeichnen ist immer unmittelbar, spontan, weniger kalkuliert und spekulativ wie das Schreiben. Zeichnen ist ein Augen-Blick. Ein Skizzieren des Moments. Das Zeichnen ist immer auch ein Aufzeichnen. Gesichter, Blicke, Bewegungen, Wörter, Notate. Ein Beobachten und Festhalten. Zeichnen als Schreibbewegung. Das ist nicht abstrakt, sondern immer gegenständlich, konkret, mitunter naiv. Mit der Technik des Holzschnitts nimmt er den Schwung aus der flüchtig hingeworfenen Zeichnung. Alles Flüssige wird spröde, widerspenstig. Das Messer schneidet und gräbt die aufgezeichneten Spuren mühsam ins Holz. Der Holzschnitt als anachronistisches Vervielfältigungsmedium der Kommunikation. Schrift und Zeichen korrespondieren, ergänzen einander, ergeben zusammen ein Bild. Werbung, Ankündigung, Manifest.


09.09. bis 29.11.2019

12. Kunstmeile Baumschulenweg: Ein Hauch von Farbe


Die Ausstellung orientiert nicht auf einen thematisch begrenzten Bereich, sondern auf freie visuelle und formale Eindrücke, ganz unabhängig von thematischen Zwängen. Basis der Ausstellung bilden Motive mit prägenden Strukturen wie z.B. Architekturen, Hell/ Dunkelverteilungen in der Fläche sowie ausgewählte Landschaften. Der sparsame Einsatz der Farbe, also die Dominanz unbunter Farben (schwarz, weiß, grau) ist der einzige verbindende Rahmen für die Bildauswahl. Solche formalen Aspekte können, neben den üblichen inhaltlichen Bindungen, die Begrenzung auf reine klassische S/W-Bilder oder weitere Eingrenzungen, wie z.B. Abstraktionen, die thematische Vielfalt bereichern. Letztlich entscheidet das Publikum über Wirkung und Gewinn solcher Angebote.


Kulturbund Treptow, Ernststr. 14/16, 12437 Berlin

Tel.: 536 96 534, KBTreptow@kulturring.berlin

geöffnet: Mo-Fr 10.00 bis 16.30 Uhr, Di bis 19.00 Uhr

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