Land und Leute: Vor 400 Jahren begann der Dreißigjährige Krieg (1618-1648)

Theatrvm Evropaevm, Prager Fenstersturz 1618; Foto: Matthäus Merian

Über den Gottesacker, das „Magdeburgisieren“, unsere Pappenheimer, den „Hundsfott“, die Schwedenschanze und über „die Kirche, die im Dorf bleiben muss“ - das deutsche Trauma in unserer Sprache, Landschaft und Alltagskultur. Kaum ein anderes historisches Ereignis hat das kulturelle Gedächtnis Deutschlands mehr geprägt als der Dreißigjährige Krieg 1618-1648. Das deutsche Trauma hat tiefe und nachhaltige Spuren in unserer Sprache und Kultur hinterlassen, dessen wir uns aber heute nur sehr bedingt bewusst sind. Dieses epochale Ereignis brachte neben den Verheerungen ganzer Landschaften und den sehr lange nachwirkenden politischen und ökonomischen Folgen auch positive kulturelle Innovationsprozesse mit sich. So förderte die Erfindung des Buchdruckes im Zeitalter der Renaissance die informelle Verbreitung des geschriebenen Wortes und trug so maßgeblich zur Entwicklung der mittelhoch-deutschen Sprache bei. Darüber hinaus erlebte die bildende Kunst eine neue Blütezeit vor dem Hintergrund einer überwiegend bäuerlich geprägten Gesellschaft, die des Lesens und Schreibens noch nicht mächtig gewesen war und die Informationsübermittlung im Zeitalter des Großen Krieges erfolgte dann z.B. auch mit Hilfe der Bildersprache in massenhaft verbreiteten Flugschriften. Aus dem fabelhaften Satyr des Simplicissimus wird z.B. so der Beginn der politischen Satire als einer spezifisch deutschen kulturellen Tradition, die bis zum heutigen Tage medial präsent geblieben ist.

Studio Bildende Kunst

01.03.2019 bis 05.04.2019

Chris Firchow: graphit blau

Graphische Arbeiten Eintritt frei mehr...

Schwingung Berlin; ©: Chris Firchow

13.04.2019 bis 17.05.2019

Mariola Müller: Meine Reise nach Atlantis

Ölpausen auf Büttenpapier, Radierungen, Aquarelle, Arbeiten in Acryl. frei mehr...

Kissenschlacht, 2013, Ölpause auf Büttenpapier, Aquarell, 30x30 cm ; ©: Mariola Müller

15.04.2019, 19.00 Uhr

Land und Leute: Belgien

Hanno Schult führt Sie nach Lüttich, Antwerpen, Ypern, Ostende (Raversijde), Brüssel - Erinnerungsorte und Gedenkkultur einer gespaltenen Nation zwischen den Fronten - 100 Jahre nach dem Ersten Weltkrieg. Eine Bilderreise zu den historischen Orten. Mit Informationsmaterial zum Mitnehmen. Eintritt: 3,50 € mehr...

Brüssel im königlichen Armeemuseum, 08/2014; Foto: Hanno Schult

17.04.2019, 15.30 Uhr

Kunst-Café in der Villa Skupin: Angelika Kauffmann - "Die kultivierteste Frau Europas" (Johann Gottfried Herder)

Vortrag und Gespräch mit Elke Melzer. Eintritt: 5,00 €; Kaffee/Tee und Kuchen 2,50 €. mehr...

Drei Sängerinnen, 1795; Abb.: Angelika Kauffmann

24.04.2019, 10.00 Uhr

Galeriefrühstück: Impressionistinnen

Vortrag von Rotraut Simons. Eintritt: 7,50 € inkl. Frühstück, Anmeldung erbeten unter Tel. 5532276. mehr...

Junge Frau auf dem Sofa; 1885; Abb.: Berthe Morisot

Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin

Tel. 030 / 553 22 76

geöffnet: Mo-Fr 10 bis 18 Uhr, Sa 14 bis 18 Uhr

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