Reichspogromnacht: Gedenktag zum 9. November 1939

Foto: Wir waren Nachbarn

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 zündeten organisierte Nazi-Trupps jüdische Synagogen an, zerschlugen die Fensterscheiben von jüdischen Geschäften, brachen in Kanzleien jüdischer Anwälte, Praxen jüdischer Ärzte und Wohnungen jüdischer Bewohner ein und plünderten sie. Dieser Pogrom, der über viele Jahre unter dem Begriff „Kristallnacht“ lief, war inszeniert. Als Vorwand wurde die Tötung des Legationssekretärs Ernst Eduard vom Rath in Paris durch Herschel Grynszpan angeführt. Der junge Mann hatte das Attentat aus Zorn über die zwangsweise Deportation seiner Eltern und tausender anderer nichtdeutscher Juden nach Polen begangen. Der Schaden, der durch den Pogrom angerichtet wurde, war immens. Doch statt einer Entschädigung wurde allen Juden deutscher Staatsangehörigkeit eine „Sühneleistung“ in Höhe von insgesamt einer Milliarde Reichsmark aufgebürdet. Als weitere Folge wurden Männer im Alter von 18 bis 65 verhaftet und ins KZ Sachsenhausen verschleppt. Sie kamen erst frei, wenn die Ausreise ins Ausland gesichert war. Am 9. November 2017 erinnern wir an den anti-jüdischen Pogrom. Es stehen Zeugnisse von Bewohnerinnen und Bewohnern im Mittelpunkt, die in unserer Ausstellung zu sehen sind. Deren Erinnerungen sind ganz unterschiedlich: ein Mann berichtet, dass er als Kind anschließend sein Spielzeugschwert abgeben musste, vielen blieb der blutrot gefärbte Himmel der brennenden Synagoge in der Fasanenstraße im Gedächtnis.

Galerie Ost-Art

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17.11.2017 bis 21.12.2017

Jürgen Villmow - Neues vom Paradies

Malerei und Zeichnung frei mehr...

Jongleur - von 2016, Aquarell, 90 cm x 125 cm; ©: Jürgen Villmow

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22.09.2017 bis 09.11.2017

Klaus Rähm: Typografien

Die Galerie Ostart zeigt einen Querschnitt aus dem umfangreichen Schaffen des Künstlers. frei mehr...

Klaus Rähm; Foto: Markert

Galerie Ost-Art, Giselastraße 12, 10317 Berlin

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