Kunst-Café in der Villa Skupin: Der Englische Landschaftsgarten, die Suche nach dem verlorenen Paradies

Das Pantheon; Foto: Luke Gordon from Greenwood Lake, NY, USA

John Milton schreibt in seinem epischen Gedicht „Verlorenes Paradies“ von 1667 über die Idee der Natürlichkeit des Paradieses. Diese Idee lag den späteren Landschaftsgärten zugrunde. Es sollte keine geometrisch angelegten Beete mehr geben, keine geraden Kanäle, sondern wuchernde Natur, offene Felder, Bäche und sich schlängelnde Wege. In dieser Kunstgeschichtstunde werden unterschiedliche Auffassungen von Ursprünglichkeit vorgestellt und viele Bildbeispiele angesehen. Dem Landschaftsgarten-besitzer von Stourhead zum Beispiel galt als Inbegriff von Ursprünglichkeit die Geschichte von Aeneas. Auf dieses mythologisch-literarische Vorbild wird mit dem Gartenweg zum Pantheon angespielt. Zunächst führt er durch lichten Laubwald. Bald ändert sich die Bepflanzung. Koniferen säumen den Pfad, der Wald wird dichter. Der Weg senkt sich. Felsbrocken liegen an den Rändern. Man geht zum See hinunter. Dort mündet der Weg in ein Grottentor, hinter dem die Besuchenden geheimnisvolles Wasserrauschen erwartet. In einem kleinen Grottensaal lagert eine Nymphe vor einer sprudelnden Quelle. Eine Öffnung im Steinwerk erlaubt einen Blick über den See. Dem unterirdischen Schlangenpfad weiter folgend, steht man plötzlich einem Flußgott in tosendem Wasser gegenüber ... Nach einer Wegbiegung zeigt sich die Säulenfront des Pantheon, nach einer weiteren der ganze strahlend weiße Bau.

MedienPoint Steglitz

09.10.2017 bis 30.11.2017

Schaufenstergalerie: Berlin und seine Umgebung

Malerei von Jacek Ringwelski frei, Sa. und So. geschlossen. mehr...

U-Bahnhof Kottbusser Tor; Foto: J. Ringwelski

MedienPoint Steglitz, Deitmerstr. 8, 12163 Berlin

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