Filmclub: Meine Mutter, ein Krieg und ich

Protagonist Wanja; Quelle: Tamara Trampe

Dieser auf der Berlinale 2014 mit großem Interesse vom Publikum aufgenommene und im gleichen Jahr mit dem Heiner-Carow-Preis ausgezeichnete Film hat einen sehr persönlichen Hintergrund: Tamara Trampe macht sich auf den Weg in das Land ihrer Geburt, in die Ukraine, damals Teil der Sowjetunion, wo sie im Kriegs-Winter 1942 geboren wurde. Nach Gesprächen mit ihrer Mutter, die nach dem Krieg in Berlin lebte, beschließt sie, die Stätten ihrer Kindheit, noch lebende Verwandte und Kolleginnen der Mutter, die als Frontkrankenschwester in der Roten Armee kämpfte, aufzusuchen. Es entstehen vor der Kamera tief bewegende Bilder vom Alltag heute, und in den Originaltonaussagen werden die Geschehnisse einer schmerzvollen Vergangenheit dokumentiert. Wir sehen seltenes Archivmaterial über die hingebungsvolle Arbeit der Krankenschwestern im Krieg und erleben diese damals jungen Menschen 70 Jahre später in ihrem bescheidenen Zuhause, mal stolz und auskunftsfreudig, mal sehr nachdenklich und traurig ob der Grausamkeit des Krieges und des Wirrwarrs der Gegenwart. - Ein warmherziger und kluger Film über die manchmal schmerzhafte Suche nach dem, was uns so sein lässt, wie wir sind. Der wohl beeindruckendste Film des Regie-Duos Tamara Trampe und Johann Feindt.

Fotogalerie Friedrichshain

04.08.2017 bis 22.09.2017

EIN TAG IN BERLIN - 30 JAHRE DANACH - Gruppenausstellung

Welche Geschichten erzählt das gegenwärtige Berlin, nachdem seit 1987 30 Jahre vergangen sind? Die Jury wählte aus über 1000 eingereichten Bildern die aus, die das vielfältige Gesicht der Stadt, ihren Wandel und die dringendsten Themen der letzten Jahre widerspiegeln. Eintritt frei mehr...

David Kregenow, Terrain Vague, Stralauer Allee, 2016; Foto: David Kregenow

07.09.2017, 19.00 Uhr

EIN TAG IN BERLIN - Podiumsdiskussion mit Berliner Fotografen

Im Rahmen der Gruppenausstellung "Ein Tag in Berlin - 30 Jahre danach" präsentieren einige der 50 teilnehmenden Fotograf*innen ihre Berlin-Serien und diskutieren im Anschluss mit dem Publikum über die Entwicklung Berlins in den letzten 30 Jahren. Eintritt frei mehr...

Marianneneck, Berlin-Kreuzberg, 2016; Foto: Uli Kaufmann

29.09.2017 bis 10.11.2017

Die schönen Hosen - der Fotograf Fritz Kühn

Einblicke in das photographische Werk des vielseitigen Künstlers Fritz Kühn. Eintritt frei mehr...

Aufnahme Fritz Kühn Portrait ca. 1938; Quelle: Achim Kühn

Fotogalerie Friedrichshain, Helsingforser Platz 1, 10243 Berlin

Tel. 030 / 296 16 84

geöffnet: Di, Mi, Fr, Sa 14.00 bis 18.00 Uhr, Do 10.00 bis 20.00 Uhr

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