Lesung im Club: Die Monotonisierung der Welt

Stefan Zweig ca. 1912; Foto: s/a, CC BY-SA 3.0

Stefan Zweig ist nicht nur der tiefblickende Biograph exemplarischer Gestalten der Geschichte und Verfasser sensationeller Novellen und Erzählungen, er ist auch der viel zu unbekannt gebliebene Zeitkritiker mit einem unbestechlichen und vorausblickenden politischen Sensorium. Durch die Erschütterungen des Ersten Weltkriegs von nationalstaatlischem Denken gelöst, setzte Stefan Zweig seine Hoffnungen mehr und mehr auf ein vereintes Europa, das er als modernen »Turmbau zu Babel« verstand. Und getragen von der unerschütterlichen Überzeugung, dass Verständigung und Gemeinsamkeit die wichtigsten Stärken des Menschen sind, nutzte er in zahlreichen kleinen und bis heute wenig beachteten Texten die Eindringlichkeit seiner Sprache, um mit seinem Geschichtswissen und vor allem seiner Beobachtungsgabe einem besseren Verständnis von Humanität zu dienen. Alexander Bandilla liest Texte, die Stefan Zweig zwischen 1916 und 1931 verfasste. Sie gelten heute als bemerkenswerte Teile der ersten Bilanzierungen und kritischen Betrachtungen des Beginns der europäischen Massenkultur und wirken auf den Leser und Zuhörer von heute wie aus der eigenen Mitte heraus entstanden.

Koptisch Orthodoxe Kirche

10.09.2017, 14.00 Uhr

Berliner KulturTour: Nachbarschaftsfest am "Tag des offenen Denkmals"

Nachbarschaftsfest in der Koptischen Kirche, Kooperationsveranstaltung der koptischen Gemeinde mit dem Kulturring in Berlin e.V. und der Kiezspinne FAS e.V., unter der Schirmherrschaft von Michael Grunst, Bezirksbürgermeister von Lichtenberg. Eintritt frei, um Spenden wird gebeten! mehr...

Die koptische Kirche am Rodeliusplatz; Foto: Lothar Kosz

Koptisch Orthodoxe Kirche, Roedeliusplatz 1, 10365 Berlin

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