Vortrag im Club: Mit dem Fahrrad von der gefährlichsten Straße der Welt zum Titicacasee

Foto: Neumann

Wenn man von Argentinien aus nach Bolivien einreist, glaubt man, in eine andere Welt zu kommen. Hier geht es nicht so gesittet und fast preußisch zu wie im Nachbarland. Auf den Straßen sitzen Hunderte von Indiofrauen in ihrer Tracht und treiben Handel mit allen erdenklichen Waren. Kurios wirken die eigenartigen Hüte, die gerade oder schräg auf dem Kopf sitzen, je nachdem, ob die Frauen verheiratet oder ledig sind. ... Ein Höhepunkt war die Fahrt auf dem Camino de la muerte, der berüchtigten Todesstraße. In vielen Serpentinen windet sie sich über steile Berghänge und fällt auf ca. 70 km von 4.700 auf 1.200 Meter ab. Es gibt keine Leitplanken oder Begrenzungen, der Untergrund besteht aus gröbstem Gestein. Regen, Nebel und morastiger Untergrund machen die Abfahrt zu einem Himmelfahrtskommando, das volle Konzentration abverlangt. Bis 2007 starben auf dieser Strecke jährlich 200-300 Menschen, und zahlreiche Kreuze markieren noch heute die Unfallstellen. Die weitere Route führte mich über La Paz zum Ostufer des fast 4.000 m hoch gelegenen Titicacasees. In Copacabana, dem bedeutendsten Wallfahrtsort Boliviens, konnte ich miterleben, wie Hunderte von Familien aus ganz Bolivien und dem angrenzenden Peru ihre Autos von einem Mönch und einem Schamanen segnen ließen. Auf dem Hausberg „Cerro Calvario“ ging ich einen Pilgerweg, der auf 14 Stationen den Leidensweg Jesu bis zur Kreuzigung zeigt. Nach 2 ½ Wochen verließ ich Bolivien in Richtung Peru.

Kulturhaus Karlshorst

21.06.2017 bis 03.09.2017

Geschichtsfreunde Karlshorst: 100 Jahre Flugplatz Karlshorst

Eine Ausstellung der Geschichtsfreunde Karlshorst, im Foyer der 1. Etage des Kulturhauses. Eintritt frei mehr...

Flugzeughalle 1 im Jahr 2012; Foto: Wolfgang Schneider

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