Galeriefrühstück: Käthe Kollwitz - zum 150. Geburtstag

Käthe Kollwitz; Foto: Robert Sennecke

Käthe Kollwitz, deren Geburtstag sich am 8. Juli zum 150. Mal jährte, gehört zu den wichtigsten Künstlerinnen des letzten Jahrhunderts. Geboren im ostpreußischen Königsberg, wuchs sie in einer sehr liberalen Familie auf. Ihr Vater ermöglichte ihr eine künstlerische Ausbildung an privaten Lehreinrichtungen in Berlin und München. 1891 heiratete sie den Arzt Dr. Karl Kollwitz, mit dem sie nach Berlin übersiedelte. Hier in der Praxis ihres Mannes, die mitten in einem Arbeiterviertel lag, fand sie viele ihrer Motive und Modelle. Es entstanden schockierende Lithographien, Stiche, Holzschnitte, Radierungen und Plastiken, die die Not und das Elend der einfachen Menschen zeigen. Inspiriert durch das Stück ihres Freundes Gerhart Hauptmann, entstand ihr erster Bilderzyklus, „Ein Weberaufstand“. Mit dieser Arbeit machte sie sich einen Namen als Künstlerin. Viele weitere dieser Zyklen sollten folgen, so über den Bauernkrieg und über das Thema Tod. Ein Thema war Käthe Kollwitz in ihrer künstlerischen Tätigkeit besonders wichtig, ihr konsequentes Eintreten gegen den Krieg. Ihr Sohn Peter war im Ersten Weltkrieg gefallen. Ihm zu Ehren schuf sie ein Denkmal, das 1932 auf dem Soldatenfriedhof Roggevelde in Belgien aufgestellt wurde.

Kulturhaus Karlshorst

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