Heinz Rammelt - Maler, Tierzeichner und Illustrator

Zebu; ©: Heinz Rammelt

Heinz Rammelt (1912-2004)wurde als Tierzeichner par excellence einmal der „Max Lingner der Tierzeichnung“ genannt. In unverkennbarer Handschrift hat er seit frühester Jugend das Thema Tier in vielfältigster Technik künstlerisch umgesetzt. Grandios sind seine Pinselzeichnungen, die, angelehnt an die chinesische Kalligraphie, hohe künstlerische Perfektion und anatomisches Wissen mit Leichtigkeit vereinen. Seine Beobachtungsgabe, seine Fähigkeit, das Wesentliche klar zu erfassen, es herauszustellen, zu abstrahieren und kindgerecht zu übersetzen und dieses sowohl skizzenhaft als auch in vollendeten Zeichnungen wiederzugeben, machten ihn zu einem gefragten Illustrator. Rammelt war bereits als junger Mann während der 1930er Jahren in Berlin und Leipzig ein beachteter Buch-Illustrator. und begründete in dieser Zeit seinen späteren Ruf als „Walt Disney des Ostens“. Nach 1945 prägte er mit hunderten von Bilderserien und humoristischen Zeichnungen, thematischen Bildfolgen und Karikaturen in Zeitungen und Zeitschriften das Gesicht der neu entstehenden Presselandschaft. Somit steht Heinz Rammelt auch für die Anfänge der DDR-Comics. Als einer der ersten Pressezeichner der DDR veröffentlichte er u.a. in FRÖSI, Atze, Bummi, Junge Welt, Berliner Illustrierte, Wochenpost, NBI, Neues Leben, Technikus, Frischer Wind, Eulenspiegel u.v.a. Oft verdeutlichte Heinz Rammelt menschliche Schwächen mit Hilfe tierischer Pendants.

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