Galeriefrühstück: Carl Spitzweg

Selbstporträt um 1840; Abb.: Carl Spitzweg

Carl Spitzweg (1808–1885) war der Maler des Biedermeier, und es vergeht kaum ein Jahr, in dem kein Kalender mit Bildern von Carl Spitzweg erscheint. Obwohl er nie eine Akademie besucht hatte und in der großen Kunstszene als Außenseiter galt, hatte er in seinem Genre doch großen Erfolg. Der gelernte Apotheker mochte keine Typen, die in Siegerpose daherkamen. Spitzweg malte Individualisten und komische Käuze. Er mochte Menschen, die sich in ihr Privatleben zurückgezogen hatten und ihren eigenen Beschäftigungen nachgingen. So den Kakteenfreund, den Junggesellen, der liebevoll seine Blumen pflegt, den kurzsichtigen, bebrillten Stubengelehrten mit seinen Büchern, den fliegenfangenden Soldaten und den gottesfürchtigen Klausner und Eremiten. Spitzweg zeigt seine Antihelden mitten in ihrem kleinstädtischen Leben, im Gassengewirr der Münchner Altstadt, in ihren Häusern, Dachstuben, Bibliotheken, Klosterzellen oder in der freien Natur. Er liebte diese Sonderlinge, von denen er ungefähr dreihundert erschuf, mit ihren kleinen menschlichen Schwächen. Dies war es dann sicherlich auch, was Carl Spitzweg bis heute so beliebt macht. Sein Schaffen und einige seiner so einmaligen Bilder sind das Thema des Galeriefrühstücks im März.

Galerie Ost-Art

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Galerie Ost-Art, Giselastraße 12, 10317 Berlin

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