Kulturnews 10/2017

Ingo Knechtel:

Miteinander reden

steht zweifellos ganz oben auf der Agenda, wenn die Politiker im Wahlkampf stehen. Wenn Sie dieses Heft aufschlagen, ist die Wahl gelaufen, alles ist vorbei, für einige zumindest. Für andere, die ihr Ziel erreicht, den Gipfel ihres Strebens erklommen haben, beginnen die Mühen der Ebene. Sind ihre Versprechen, sind die Programme, ja sind die Koalitionsverträge das Papier wert, auf dem sie stehen? Wir, die Wähler, werden dies prüfen müssen und sollten damit nicht vier Jahre warten. Auch in einem Verein wie dem Kulturring werden die Herbstmonate mit ihrem gewohnt intensiven Programm, mit den vielen interessanten Angeboten, begleitet von hektischen Planungen für das kommende Jahr. Vielleicht stößt Ihnen das Wort „hektisch“ dabei auf, geht es doch um 2018. Aber was viele unserer Mitglieder, Freunde und Besucher nicht ahnen können, der Kampf ums Geld für die Kultur ist mindestens genauso anstrengend wie die konkrete Vorbereitung des Angebots. Die Termine für diverse Antragstellungen dürfen nicht verpasst werden. Wie viele andere freie Kulturträger lebt der Kulturring allein von Projektfinanzierungen. Unsere Struktur als Verein, die Geschäftsstellen und festes Personal erhält keine Regelfinanzierung. Schulterzucken, Bedauern, dass es keinen sog. Globalhaushalt für die Kultur gibt, ist die Antwort der Landespolitik, also derer, die genau dies auch ändern könnten. Sicher ist es dahin ein mühsamer Weg, aber auch hier hilft nur eins: immer wieder miteinander reden. Und das nahende Jahresende ist auch die Zeit für viele Vereine, kritisch Bilanz über das Erreichte zu ziehen, Mitglieder und Besucher nach ihrer Zufriedenheit zu fragen und manches Gewohnte auf den Prüfstand zu stellen. Jahresversammlungen stehen an, auch für den Kulturring, die – ganz selbstverständlich – im Verein zu Überlegungen führen, mit welchen Zielen und mit welchem ehrenamtlichen Führungspersonal die Arbeit weitergehen soll. Denn wir wollen immer ganz nah an Ihren Interessen, Wünschen und Vorstellungen sein. Sie sagen uns zum Glück in vielen Kommentaren in Gästebüchern, im persönlichen Dialog oder in den sozialen Medien, was Ihnen gefällt und was wir besser machen müssen. Wir bitten Sie, bleiben Sie dabei, bleiben Sie engagiert! Gestalten wir gemeinsam unser Vereinsleben, reden wir miteinander, suchen wir nach neuen Ideen und helfen wir uns gegenseitig, möglichst viele von ihnen umzusetzen.


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