Kunst-Café in der Villa Skupin: Jan Vermeer van Delft, das Goldene Zeitalter der Niederlande

Schlafendes Mädchen, etwa 1657; Abb.: Jan Vermeer

Es gibt wohl kaum einen anderen bedeutenden Maler der letzten 350 Jahre, der seiner Nachwelt so viele Rätsel hinsichtlich seines Lebens, seiner Stellung in der Zeit sowie seiner Gedankenwelt aufgibt, wie Jan Vermeer. Sein Lebenswerk regt uns zu vielfältigen Deutungen an und bleibt letztlich in seiner geheimnisvollen Schönheit jenseits aller Interpretationsversuche. Vermeer hat mit seinen anspielungsreichen Frauendarstellungen eine poetische und zeitlose Kunst hervorgebracht. Wir werden versuchen, seine Bilder zu entschlüsseln. Und wir werden uns über unsere Sicht der Dinge austauschen. Im 17. Jahrhundert wurden in den Niederlanden jährlich 110.000 Stück Tuch produziert, 200 Gulden an Volkseigentum erwirtschaftet und 70.000 Bilder gemalt. Statistisch gesehen besaß jeder Einwohner 2,5 Bilder. Die wirtschaftliche Stärke des Landes war die Voraussetzung für die Blüte von Kunst und Kultur. Wir werden uns ansehen, wie das erstarkte Bürgertum als Auftraggeber die Kunstproduktion bestimmte und welche Art Sujets nun in den Fokus rückten. Vor allem sind es aber Vermeers Werke selbst, mit denen wir uns auseinandersetzen werden, denn diese zählen nicht umsonst zu den berühmtesten Gemälden aller Zeiten.

Kulturhaus Karlshorst

04.11.2017 bis 07.01.2018

Geschichtsfreunde Karlshorst: Ruth Baumgarte. Herkunft_Prägung_Zäsuren

Eine kulturhistorische Ausstellung über die Künstlerin Ruth Baumgarte (1923 bis 2013). Initiiert u.a. von Michael Laschke (Geschichtsfreunde Karlshorst), Kuratorin: Dr. Sandra Mühlenberend, unter Mitarbeit von Tim Jonas (Design) und Jule Garschke (Assistenz). frei mehr...

Selbstbildnis Ruth Baumgarte 1944, www.ruth-baumgarte.com; Foto: Stiftung Ruth Baumgarte

Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112, 10318 Berlin

Tel. 030 / 5 53 22 76 oder 5 64 02 63

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