Fotogalerie Friedrichshain

29.09. bis 10.11.2017

Die schönen Hosen - der Fotograf Fritz Kühn


Fritz Kühn (1910-1967), Kunstschmied und Photograph, Metall- und Schriftgestalter, Zeichner und Buchautor, Unternehmer und Lehrer, stellte das Verhältnis von Naturform und Kunstform in den Mittelpunkt seines künstlerischen Schaffens. Ausgehend von Beobachtungen in Natur und Landschaft befasste sich Kühn photographierend mit den dinglichen Konstellationen in seiner Umwelt. In der Natur fand er ein Vorbild für die schöpferische Bewältigung von Problemen der technischen Zivilisation und ungelösten Fragen der Nachkriegszeit. (Aus: Fritz Kühn, das photographische Werk 1931 bis 1967; 1998 Berlinische Galerie)


17.11. bis 21.12.2017

Dietmar Bührer - Bilder einer Ausstellung (1982 - 2017)

Vernissage: 16.11, 19.00 Uhr

Laudatio: Alexandra Lüthen (Schriftstellerin)


Seit nunmehr 35 Jahren hält Fotograf Dietmar Bührer die Wechselwirkungen zwischen Kunstwerken und Ausstellungsbesuchern in magischen Bildern fest und erschafft damit eine neue künstlerische Dimension. Mit dieser Ausstellung feiern wir auch den 70. Geburtstag des umtriebigen Berliner Fotografen und Verlegers. Nach seiner Ausbildung als Buchdrucker beim Schwarzwälder Boten in Singen am Hohentwiel wechselte Bührer 1968 zu den Stuttgarter Nachrichten. 1970 übersiedelte er nach Berlin. Er nahm eine Tätigkeit als Drucker bei der SPD-nahen Tageszeitung Telegraf sowie der Nachtdepesche an und absolvierte seine Meisterprüfung. Seit 1990 war Bührer in der Hausdruckerei der Justizvollzugsanstalt Tegel beschäftigt, seit 2001 bis zu seinem Ausscheiden als deren Leiter. Als Fotograf ist Bührer Autodidakt. Mit seinen Werken fanden zahlreiche Fotoausstellungen im In- und Ausland statt. Seit 1984 ist er Verleger und Herausgeber des Berliner Fotomagazins brennpunkt. Die Zeitschrift ist nach wie vor die wichtigste gedruckte Informationsquelle für die Berliner Fotoszene. 1984 wurde er in die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) berufen, seit 1987 ist er Ehrenmitglied im Deutschen Verband für Fotografie (DVF). Für seine besonderen Verdienste im beruflichen, persönlichen und fotografischen Umgang mit Inhaftierten vor und hinter den Mauern der JVA Tegel wurde er 2011 mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Zur Ausstellung erscheint ein Bildband mit 360 Seiten.


Fotogalerie Friedrichshain, Helsingforser Platz 1, 10243 Berlin

Tel.: 030 / 296 16 84, fotogalerie@kulturring.org

geöffnet: Di, Mi, Fr, Sa 14.00 bis 18.00 Uhr, Do 10.00 bis 20.00 Uhr

Kulturforum Hellersdorf

05.09. bis 30.10.2017

Christel Bachmann: Irritationen

Finissage: 30.10, 19.00 Uhr


Es sind Lebenssplitter - gemachte Erfahrungen künstlerisch in Verallgemeinerung gesetzt. Irritationen in der Menschendarstellung - in der Grafik sowohl wie in der Malerei - sollen Interesse wecken, sollen Querverbindungen zu Lebenserfahrungen der Betrachter knüpfen, um mit deren Erinnerungssplittern die Bilder zu erschließen, sie eventuell zum Aha-Erlebnis werden zu lassen. Bildthemen sind dem Leben verbundene Themen, wie z. B. „Auf dem Wuhle-Wanderweg“, „Drei Lebensalter - drei Marilyns“, „Vernetzt - ein Gedanke hoch und quer“, „Zeitneurose“, „Irritierende Schatten“. "Ausgangspunkt für die 5er Folge 'Irritierende Schatten' ist meine Sprachlosigkeit zur Weltpolitik - zur gesteigerten Aggressivität und sichtbarer Not betroffener Völker, zur Furcht vor dem drohenden Inferno. Panzer, Bomben, angreifende Flugzeuge… das kann das Fernsehen alles besser zeigen. Aber wer bewegt die Panzer und Flugzeuge? Wer macht die Bomben?"


07.11. bis 28.12.2017

Stilles und Bewegtes - Strukturen geschöpft und gefilzt

Vernissage: 06.11, 19.00 Uhr


Bärbel Malek beginnt 1975 ihr Arbeiten mit textilen Materialien bis hin zur Bildgestaltung. Dabei wird über die Jahre ihr Anliegen immer sichtbarer, Gefühle bildhaft werden zu lassen. 1992 wird sie Mitglied im Verein Textilwerkstatt e.V. unter der künstlerischen Leitung von Helga Graupner und beteiligt sich ab 1996 an verschiedenen Ausstellungen in Berlin. Zwei Jahre später bezieht sie auch Papierpulp in ihre künstlerische Arbeit ein und gibt ihre künstlerischen Erfahrungen in einer anleitenden Tätigkeit an der Jugendkunstschule Hohenschönhausen weiter. Das Gestalten mit Filz wird ein nächster Arbeitsschritt. Ab 2000 wird sie auch zu Personalausstellungen eingeladen und arbeitet ab 2003 als freischaffende Textilkünstlerin. Seitdem folgen Ausstellungen an verschiedenen Orten. Textiles, Filze, Papiere sind die Elemente, mit denen sie gestalterisch umgeht. Ihre Leidenschaft sind Prozesse der Materialumwandlung, in denen ihre emotionalen Gestaltungsideen unmittelbar in die verschiedensten Objekte, Teppiche, Kleidungsstücke einfließen können. Dabei spielt das haptische Moment, das Fühlen, Tasten, Berühren zum Entstehen der Arbeiten, eine wesentliche Rolle. Ihr Wunsch ist es, dass die so entstehenden Arbeiten genügend Raum für den Betrachter lassen, seine eigenen Gefühle neu zu entdecken, bewusster hinzuschauen, nachzudenken, weiterzudenken.


Kulturforum Hellersdorf, Carola-Neher-Straße 1, 12619 Berlin

Tel.: 030 / 56 111 53

geöffnet: Mo, Mi-Fr 9.00 bis 16.30 Uhr, Di 9.00-18.00 Uhr

Galerie Ost-Art

22.09. bis 09.11.2017

Klaus Rähm: Typografien


KLAUS RÄHM 1937 in Frankfurt (Oder) geboren. 1953–62 Gebrauchswerberlehre, danach Volontariat am Kleist-Theater in Frankfurt, Schrift- und Plakatmaler in Eisenhüttenstadt und Leipzig mit begleitendem Meisterstudium in Blankenburg (Harz). 1963–71 Meister für Schrift-und Grafikmalerei in Berlin mit Messen in Algier, Zagreb, Bratislava, Helsinki, Damaskus, Moskau, Daressalam und Basel. 1972–79 Grafiker in Berlin und Studium der Gebrauchsgrafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, 1979 Diplom bei Prof. Gert Wunderlich. 1979–90 Mitglied des Verbandes Bildender Künstler der DDR, Arbeitsgruppe Typografie. 1980–95 Dozent für Schrift und Typografie an der Fachschule für Werbung und Gestaltung Berlin und Pädagogikstudium an der Universität Leipzig (Dozentur). Freischaffend als Buch-, Schrift- und Plakatgestalter tätig. Seit 1984 Ausstellungen und Wettbewerbs-beteiligungen u.a. in Frankfurt (Oder), Trier, Slubice, Beeskow, Berlin, Bergen/Rügen, Schwerin, Leipzig, Dresden, Putbus, Erfurt, Bekescaba, Storkow, Schwerin, Seelow, KW, Buckow, Mons, Leipzig-San Francisco. 1996 Herausgabe des Buches »TypoGrafik«. 1995–2000 Litfaßschule in Berlin-Wittenau. 1990–2009 Lehrbeauftragter in Berlin an der Design-Akademie, Hochschule der Künste, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, Kunsthochschule und TFH Berlin. 2017 erscheint sein neues Buch: »Denkanstöße«.


17.11. bis 21.12.2017

Jürgen Villmow - Neues vom Paradies

Vernissage: 16.11, 19.00 Uhr


Jürgen Villmow ist Maler/Grafiker, Architekt und Dozent, lebt und arbeitet in Rosenthal und Berlin. Er studierte 1977-82 an der Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar und schloss als Diplom-Ingenieur ab. Es folgte 1982-85 ein externes Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. 1986 erhielt er den Horst-Michel-Preis für Gestaltung in Weimar. Es folgte ein Lehrauftrag an der Hochschule für Architektur und Bauwesen. In Berlin gründete er 1988 das Atelier für Kunst und Architektur. Villmow war immer auch lehrend tätig, so 1996 an der Fachhochschule Cottbus und ab 2006 an der Handwerkskammer Chemnitz im Lehrgang „Gestalter im Handwerk“. Studienaufenthalte führten ihn in die Sowjetunion und in die USA, nach Bulgarien, Italien, Griechenland und Südfrankreich. Seine Arbeiten, Aquarelle, Malereien und Zeichnungen, befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen, wie der Sammlung der Bundesbank, der TU Dresden, der Bauhaus-Uni Weimar, dem Romantikerhaus Jena und der Fondazione Sinaide Ghi in Rom. Er nahm an mehreren Künstlersymposien teil und leitete das 1. Sommer-Pleinair im Bürgerhaus Grünau. Umfangreiche Kunst-am-Bau-Projekte konnte er in Berlin ausführen. Er selbst betreibt auch eine kleine Galerie in Brandenburg, in der regelmäßig Ausstellungen durchgeführt werden, von ihm und Künstlern seiner Generation. Viele aktuelle Arbeiten thematisieren die Flüchtlingssituation, meist wird das Medium Aquarell bevorzugt.


Galerie Ost-Art, Giselastraße 12, 10317 Berlin

Tel.: 030 / 513 97 49, ostart@kulturring.org

geöffnet: Di-Fr 10.00 bis 15.00 Uhr, Sa 13.00 bis 17.00 Uhr

Studio Bildende Kunst

29.09. bis 09.11.2017

Günther Böwe: Variation II - Figurenstudien und Landschaftsentwürfe


Günther Böwe wurde 1939 in Magdeburg geboren, er studierte bis 1961 Kunsterziehung/ Germanistik in Greifswald. 1972 wurde er Mitglied im Verband Bildender Künstler (DDR), seitdem ist er freiberuflich tätig. Von 1987 bis 1991 war er Leiter des Aktzirkels im Studio Bildende Kunst Lichtenberg. „Günther Böwe ist Zeichner in dem weitgehenden Sinne, dass alles bei ihm auf die Zeichnung hin ausgerichtet erscheint. Es ist seine Entscheidung für den Rahmen der Darstellung und der Ausdrucksmittel, für ein Verständnis des Bildhaften. Auch Farbe scheint mir als Mittel der Zeichnung aufgefasst. Auch das Erlebnis und die Wahrnehmung scheinen mir von der Zeichnung oder durch das Zeichnen vorgeprägt zu sein. Seine Bildwelt ist sicherlich nicht identisch mit seiner Lebenswelt oder Erlebnis-Welt - die ist zweifellos größer. Als Person drückt er aber irgendwie dasselbe aus wie in seiner zeichnerischen Bildwelt. Seine Blätter sind nicht auf Leichtigkeit oder aufs irgendwie Effektvolle hin angelegt, eher auf Verdichtung und Stabilität, aber sie sind doch nicht schwer, sie wirken nicht überhoben durch Anspruch, sondern offen, wie Günther Böwe als Person..." (Jens Semrau, 2009)


Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin

Tel.: 030 / 553 22 76, sbk@kulturring.org

geöffnet: Mo bis Do 10-20 Uhr, Fr 10-18 Uhr, Sa 14-18 Uhr

Kulturküche Bohnsdorf

23.10. bis 07.12.2017

Ausstellung: Die Enden der Welt (II)


Schnelle zeigt fotografische Ergebnisse, Arbeiten von Reisen nach Island 2003, Spitzbergen 2008, nach Südamerika, vor allem Patagonien und Feuerland 2010/11 sowie Grönland 2014 - Regionen, ca. 17.000 km von einander entfernt, bis in die Neuzeit sprach man von ihnen als die Enden der Welt. Nach seinem Kunsterziehungsstudium an der Berliner Humboldt-Uni erweiterte Schnelle nach der Wende seine Malerei-Kenntnisse noch mit einem Studium an der Hochschule der Künste Berlin. Über viele Jahre vermittelte er als Lehrer und Dozent jungen Leuten seine künstlerischen und handwerklichen „Entdeckungen“ sowie seine Könnerschaft. Die Fotografien fügen sich so in sein malerisches und grafisches Werk organisch ein und bilden für ihn eine weitere Inspirationsquelle. Schnelle war Mitglied des VBK der DDR und des BBK.


Kulturküche Bohnsdorf, Dahmestraße 33, 12526 Berlin

Tel.: 030 / 67 89 61 91, bohnsdorf@kulturring.org

geöffnet: Mo-Do 12.00 bis 18.00 Uhr und zu den jeweiligen Veranstaltungen

Kulturbund Treptow

21.08. bis 27.10.2017

Galerie im Club - Johannes Nebe, Mein Paris


Autodidaktisch erlerntes Fotografieren seit seinem 12. Lebensjahr, beginnend mit einer Boxkamera. Schon seit Langem weniger interessiert an touristischen Motiven, als beispielsweise an solchen mit Menschen bei ihrer Arbeit, an bildfüllenden oder gliedernden Strukturen. Seit Einrichtung einer eigenen Dunkelkammer weitgehender Übergang zur Schwarz-Weiß-Fotografie unter Einsatz klassischer Materialien und Techniken. Eine wesentliche Förderung für deren Vervollkommnung verdankt J. Nebe Winfried Mateyka, der die entsprechenden Kurse an der Volkshochschule Neukölln leitet. Johannes Nebe studierte Rechtswissenschaft an der Freien Universität Berlin und war bis zum Eintritt in der Ruhestand in der Verwaltungsgerichts-barkeit tätig.


09.10. bis 30.11.2017

Kulturbundgalerie Treptow: Colorclub Berlin-Treptow, Vorzeige 2017 - Formen der Kommunikation


Nicht nur die Menschen, auch Tiere verständigen sich untereinander durch Sprache, Zeichen oder Gebärden. Die meisten der 20 Klubmitglieder beteiligten sich an der Jahresaufgabe, typische Verhaltensmuster zu ermitteln und einige Besonderheiten, die oft als Dialog verborgen bleiben, gestalterisch hervorzuheben und zu präsentieren. Der nachdenkliche Bildbetrachter wird ohne Mühe alle Bilder schnell interpretieren und darüber hinaus sicherlich etliche Situationen neu entdecken.


06.11. bis 31.01.2018

Galerie im Club: Impressionen unter Wasser


Eine oft gestellte Frage: "Wie kommt man zum Tauchen?" Die Antwort: "Wenn die Eltern tauchen." - "Zur Unterwasserfotografie kam ich später. Begeistert von meinen Eindrücken, merkte ich, dass allein Worte nicht reichten, anderen das Erlebte nahezubringen. So begann ich Tauchen und Fotografieren zu verbinden - damit wurde mein Erleben abrufbar und die Begeisterung nachvollziehbar. Tauchreisen führten mich mehrfach nach Ägypten, Kuba, Indonesien und auf die Malediven. In den letzten Jahren musste ich feststellen, dass das Wasser durch Schwebeteilchen immer trüber und insgesamt auch wärmer wurde. Selbst bei 30 m Wassertiefe maß mein Tauchcomputer noch eine Wassertemperatur vom 29 Grad Celsius. Vom Wahrheitsgehalt der Meldung, dass 2016 auf den Malediven 60-70 % der Korallen abstarben, musste ich mich mit eigenen Augen im Mai 2017 überzeugen. Die Bilder, die einen Bogen über mehrere Jahre schlagen, verdeutlichen insbesondere die Zunahme der Schwebeteile im Wasser.“


Kulturbund Treptow, Ernststr. 14/16, 12437 Berlin

Tel.: 536 96 534, KBTreptow@kulturring.org

geöffnet: Mo-Fr 10.00 bis 16.30 Uhr, Di bis 19.00 Uhr

www.kulturring.org - kulturell immer auf dem Laufenden | Impressum | Adressen