Fotogalerie Friedrichshain

04.08. bis 22.09.2017

EIN TAG IN BERLIN - 30 JAHRE DANACH - Gruppenausstellung

Finissage: 22.09, 19.00 Uhr


Im Sommer 1987 fand zur 750-Jahr Feier der Stadt Berlin in der Fotogalerie Friedrichshain die große Gruppenausstellung "Ein Tag in Berlin" statt. Die 17 Fotografen, darunter Sibylle Bergemann und Harald Hauswald, dokumentierten den Osten der damals noch geteilten Stadt. Der Mauerfall zwei Jahre später markierte den Beginn eines rasanten Wandels in der wiedervereinigten Hauptstadt. Welche Geschichten erzählt das gegenwärtige Berlin, nachdem 30 Jahre vergangen sind? Diese Frage stellte die Fotogalerie in Form eines Aufrufes mit dem Titel "Ein Tag in Berlin – 30 Jahre danach". Die Auswahl aus mehr als 1000 eingesendeten Fotografien von über 70 Bewerbern traf eine Jury mit u.a. Ditmar Schädel, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Photographie, und Harald Hauswald, der auch 1987 das Titelbild zur Ausstellung lieferte. Gezeigt werden die Bilder und Serien, die das vielfältige Gesicht der Stadt, ihren Wandel und die dringendsten Themen der letzten Jahre widerspiegeln. Häuserkampf in der Rigaer Straße, die neue Freiheit auf dem Tempelhofer Feld, letzte Momentaufnahmen von Brachen vor der Bebauung, wirtschaftlicher Aufschwung und soziale Spannungen, Gentrifizierung, Polarisierung beim Thema Flucht und Migration. Die siebenwöchige Ausstellung dient auch als Anregung, die Gegenwart und die zukünftige Entwicklung Berlins zu diskutieren und aktiv mitzugestalten. Ein Katalog zur Ausstellung ist geplant und wird voraussichtlich im September vorgestellt.


29.09. bis 10.11.2017

Die schönen Hosen - der Fotograf Fritz Kühn

Vernissage: 28.09, 19.00 Uhr


Fritz Kühn (1910-1967), Kunstschmied und Photograph, Metall- und Schriftgestalter, Zeichner und Buchautor, Unternehmer und Lehrer, stellte das Verhältnis von Naturform und Kunstform in den Mittelpunkt seines künstlerischen Schaffens. Ausgehend von Beobachtungen in Natur und Landschaft befasste sich Kühn photographierend mit den dinglichen Konstellationen in seiner Umwelt. In der Natur fand er ein Vorbild für die schöpferische Bewältigung von Problemen der technischen Zivilisation und ungelösten Fragen der Nachkriegszeit. (Aus: Fritz Kühn, das photographische Werk 1931 bis 1967; 1998 Berlinische Galerie)


Fotogalerie Friedrichshain, Helsingforser Platz 1, 10243 Berlin

Tel.: 030 / 296 16 84, fotogalerie@kulturring.org

geöffnet: Di, Mi, Fr, Sa 14.00 bis 18.00 Uhr, Do 10.00 bis 20.00 Uhr

Kulturforum Hellersdorf

05.09. bis 30.10.2017

Christel Bachmann: Irritationen

Finissage: 30.10, 19.00 Uhr


Es sind Lebenssplitter - gemachte Erfahrungen künstlerisch in Verallgemeinerung gesetzt. Irritationen in der Menschendarstellung - in der Grafik sowohl wie in der Malerei - sollen Interesse wecken, sollen Querverbindungen zu Lebenserfahrungen der Betrachter knüpfen, um mit deren Erinnerungssplittern die Bilder zu erschließen, sie eventuell zum Aha-Erlebnis werden zu lassen. Bildthemen sind dem Leben verbundene Themen, wie z. B. „Auf dem Wuhle-Wanderweg“, „Drei Lebensalter - drei Marilyns“, „Vernetzt - ein Gedanke hoch und quer“, „Zeitneurose“, „Irritierende Schatten“. "Ausgangspunkt für die 5er Folge 'Irritierende Schatten' ist meine Sprachlosigkeit zur Weltpolitik - zur gesteigerten Aggressivität und sichtbarer Not betroffener Völker, zur Furcht vor dem drohenden Inferno. Panzer, Bomben, angreifende Flugzeuge… das kann das Fernsehen alles besser zeigen. Aber wer bewegt die Panzer und Flugzeuge? Wer macht die Bomben?"


Kulturforum Hellersdorf, Carola-Neher-Straße 1, 12619 Berlin

Tel.: 030 / 56 111 53

geöffnet: Mo, Mi-Fr 9.00 bis 16.30 Uhr, Di 9.00-18.00 Uhr

Galerie Ost-Art

22.09. bis 09.11.2017

Klaus Rähm: Typografien

Vernissage: 21.09, 19.00 Uhr


KLAUS RÄHM 1937 in Frankfurt (Oder) geboren. 1953–62 Gebrauchswerberlehre, danach Volontariat am Kleist-Theater in Frankfurt, Schrift- und Plakatmaler in Eisenhüttenstadt und Leipzig mit begleitendem Meisterstudium in Blankenburg (Harz). 1963–71 Meister für Schrift-und Grafikmalerei in Berlin mit Messen in Algier, Zagreb, Bratislava, Helsinki, Damaskus, Moskau, Daressalam und Basel. 1972–79 Grafiker in Berlin und Studium der Gebrauchsgrafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, 1979 Diplom bei Prof. Gert Wunderlich. 1979–90 Mitglied des Verbandes Bildender Künstler der DDR, Arbeitsgruppe Typografie. 1980–95 Dozent für Schrift und Typografie an der Fachschule für Werbung und Gestaltung Berlin und Pädagogikstudium an der Universität Leipzig (Dozentur). Freischaffend als Buch-, Schrift- und Plakatgestalter tätig. Seit 1984 Ausstellungen und Wettbewerbs-beteiligungen u.a. in Frankfurt (Oder), Trier, Slubice, Beeskow, Berlin, Bergen/Rügen, Schwerin, Leipzig, Dresden, Putbus, Erfurt, Bekescaba, Storkow, Schwerin, Seelow, KW, Buckow, Mons, Leipzig-San Francisco. 1996 Herausgabe des Buches »TypoGrafik«. 1995–2000 Litfaßschule in Berlin-Wittenau. 1990–2009 Lehrbeauftragter in Berlin an der Design-Akademie, Hochschule der Künste, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, Kunsthochschule und TFH Berlin. 2017 erscheint sein neues Buch: »Denkanstöße«.


Galerie Ost-Art, Giselastraße 12, 10317 Berlin

Tel.: 030 / 513 97 49, ostart@kulturring.org

geöffnet: Di-Fr 10.00 bis 15.00 Uhr, Sa 13.00 bis 17.00 Uhr

Studio Bildende Kunst

11.08. bis 21.09.2017

Ola Eibl: Druck ohne Stress


Ola Eibl wurde 1981 in Berlin geboren und begann bereits während ihrer Schulzeit, in einer Kunstfälscherwerkstatt Mal- und Zeichenunterricht zu nehmen. Hieraus entwickelte sich eine über viele Jahre andauernde und fordernde Auseinandersetzung mit der Malerei und ihrer Rezeption in der Kunstgeschichte. Dies hat die Herausbildung ihres eigenen Duktus in nicht unerheblichem Maß beeinflusst. Von 2002-2008 hat sie bei mehreren Professoren an der Universität der Künste in Berlin studiert und auch ihren Meisterschüler gemacht. Bei ihren grafischen Arbeiten konzentriert sie sich im Wesentlichen auf klassische Druckverfahren, die sie gegebenfalls auch mit digitalen Drucktechniken kombiniert.


16.09. bis 13.10.2017

Eindruck-Ausdruck-Kunst


Im Oktober 2016 starte im Studio Bildende Kunst das einjährige Projekt unter der Leitung von Georg Bothe und Maja-Helen Feustel. Gefördert durch das Programm Lokales Soziales Kapital, war es ein besonderes Angebot an künstlerisch Interessierte, die von sozialer Benachteiligung betroffen sind, sei es, weil sie ein Handicap haben oder schon lange arbeitslos, älter oder Flüchtling sind. Es sollte ein auf praktische Betätigung ausgerichteter Einstieg in das weite Feld der künstlerischen Druckgrafik sein. Durch die vermittelten Grundlagen in den Techniken des Tief- und Hochdrucks sowie der Monotypie sollten den Teilnehmenden neue Chancen und Perspektiven eröffnet werden. Vorkenntnisse waren nicht Bedingung. Die ersten Teilnehmer fanden sich bei der Langen Nacht der Bilder im September und der Druckvorführung im Rahmen des Kunstkreuz im Oktober 2016. Dann kamen schnell noch andere dazu, auch eine junge Frau aus dem Irak. Eine bunte Gruppe von 11 Menschen, ganz unterschiedlich in Bezug auf Alter, künstlerische Vorkenntnisse und Fähigkeiten, individuelle Situation, persönliche Voraussetzungen, kulturelle Herkunft und individuelle Beeinträchtigungen, aber alle hoch motiviert. Zur Langen Nacht der Bilder 2017 wird nun die Gruppe Ihre Ergebnisse präsentieren. Auch die Vorstellung eines Kunstkalenders ist geplant.


29.09. bis 09.11.2017

Günther Böwe: Variation II - Figurenstudien und Landschaftsentwürfe

Vernissage: 28.09, 19.00 Uhr


Günther Böwe wurde 1939 in Magdeburg geboren, er studierte bis 1961 Kunsterziehung/ Germanistik in Greifswald. 1972 wurde er Mitglied im Verband Bildender Künstler (DDR), seitdem ist er freiberuflich tätig. Von 1987 bis 1991 war er Leiter des Aktzirkels im Studio Bildende Kunst Lichtenberg. „Günther Böwe ist Zeichner in dem weitgehenden Sinne, dass alles bei ihm auf die Zeichnung hin ausgerichtet erscheint. Es ist seine Entscheidung für den Rahmen der Darstellung und der Ausdrucksmittel, für ein Verständnis des Bildhaften. Auch Farbe scheint mir als Mittel der Zeichnung aufgefasst. Auch das Erlebnis und die Wahrnehmung scheinen mir von der Zeichnung oder durch das Zeichnen vorgeprägt zu sein. Seine Bildwelt ist sicherlich nicht identisch mit seiner Lebenswelt oder Erlebnis-Welt - die ist zweifellos größer. Als Person drückt er aber irgendwie dasselbe aus wie in seiner zeichnerischen Bildwelt. Seine Blätter sind nicht auf Leichtigkeit oder aufs irgendwie Effektvolle hin angelegt, eher auf Verdichtung und Stabilität, aber sie sind doch nicht schwer, sie wirken nicht überhoben durch Anspruch, sondern offen, wie Günther Böwe als Person..." (Jens Semrau, 2009)


Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin

Tel.: 030 / 553 22 76, sbk@kulturring.org

geöffnet: Mo bis Do 10-20 Uhr, Fr 10-18 Uhr, Sa 14-18 Uhr

Kulturküche Bohnsdorf

28.08. bis 12.10.2017

Anneliese und Hans-Eberhard Ernst: Blick zurück


Anneliese Ernst zum 85. Geburtstag! Die Berliner Grafiker Anneliese und Hans-Eberhard Ernst zeigen Theater- und Filmplakate, Programmgrafik des Fernsehens der DDR und Buchillustrationen, eine Auswahl aus 60 vielseitigen Berufsjahren. Obwohl beide zusammen an einem Arbeitstisch saßen, fand jeder seinen eigenen Weg grafischen Gestaltens. Einstmals handgemacht mit Pinsel, Feder, Stift und Schere, später digital gepixelt. Ein Rückblick auf eine Alltagskunst, die Erinnerungen weckt und Altes neu entdecken lässt.


23.10. bis 07.12.2017

Ausstellungseröffnung: Die Enden der Welt (II)

Vernissage: 19.10, 19.00 Uhr

Laudatio: Brigitte Silna, Jürgen Schnelle


Schnelle zeigt fotografische Ergebnisse, Arbeiten von Reisen nach Island 2003, Spitzbergen 2008, nach Südamerika, vor allem Patagonien und Feuerland 2010/11 sowie Grönland 2014 - Regionen, ca. 17.000 km von einander entfernt, bis in die Neuzeit sprach man von ihnen als die Enden der Welt. Nach seinem Kunsterziehungsstudium an der Berliner Humboldt-Uni erweiterte Schnelle nach der Wende seine Malerei-Kenntnisse noch mit einem Studium an der Hochschule der Künste Berlin. Über viele Jahre vermittelte er als Lehrer und Dozent jungen Leuten seine künstlerischen und handwerklichen „Entdeckungen“ sowie seine Könnerschaft. Die Fotografien fügen sich so in sein malerisches und grafisches Werk organisch ein und bilden für ihn eine weitere Inspirationsquelle. Schnelle war Mitglied des VBK der DDR und des BBK.


Kulturküche Bohnsdorf, Dahmestraße 33, 12526 Berlin

Tel.: 030 / 67 89 61 91, bohnsdorf@kulturring.org

geöffnet: Mo-Do 12.00 bis 18.00 Uhr und zu den jeweiligen Veranstaltungen

Kulturbund Treptow

21.08. bis 29.09.2017

Kulturbundgalerie Treptow - Katharina Nebe: Zwei Arten, die Welt zu sehen


"Die Neigung zu meinem Studium der Kunstpädagogik entwickelte sich schon ganz früh. Ich liebte das Malen und Zeichnen und fand Anregung in meinem Vater, der sich nebenberuflich mit der Malerei beschäftigte. Malen war für mich immer ein Weg, die Welt zu entdecken, Zuneigung und Begeisterung zu äußern, aber auch ernsthafte Auseinandersetzung mit dem formalen und sinnlichen Gehalt der Motive zu führen..." (K. Nebe) Die Malerei von Katharina Nebe ist immer mit Geschichten verbunden; gelebten, gesehenen, empfundenen. Im Bild dürfen sie weiterleben als Abbild, oder auch als Sinnbild. Ihre Mittel sind variantenreich und genießen mitunter die Zügelung oder Aufwallung ihres Temperamentes in feinsten Abstimmungen oder ungetrübter Farbigkeit. Auf jeden Fall spielen die inneren Befindlichkeiten immer mit hinein. Deshalb sind es gerade auch die Brüche in ihrem Werk, die den Zauber zwischen den einzelnen Phasen ihres Schaffens stiften. (P. Hornung)


21.08. bis 27.10.2017

Galerie im Club - Johannes Nebe, Mein Paris


Autodidaktisch erlerntes Fotografieren seit seinem 12. Lebensjahr, beginnend mit einer Boxkamera. Schon seit Langem weniger interessiert an touristischen Motiven, als beispielsweise an solchen mit Menschen bei ihrer Arbeit, an bildfüllenden oder gliedernden Strukturen. Seit Einrichtung einer eigenen Dunkelkammer weitgehender Übergang zur Schwarz-Weiß-Fotografie unter Einsatz klassischer Materialien und Techniken. Eine wesentliche Förderung für deren Vervollkommnung verdankt J. Nebe Winfried Mateyka, der die entsprechenden Kurse an der Volkshochschule Neukölln leitet. Johannes Nebe studierte Rechtswissenschaft an der Freien Universität Berlin und war bis zum Eintritt in der Ruhestand in der Verwaltungsgerichts-barkeit tätig.


09.10. bis 30.11.2017

Kulturbundgalerie Treptow: Colorclub Berlin-Treptow, Vorzeige 2017 - Formen der Kommunikation


Nicht nur die Menschen, auch Tiere verständigen sich untereinander durch Sprache, Zeichen oder Gebärden. Die meisten der 20 Klubmitglieder beteiligten sich an der Jahresaufgabe, typische Verhaltensmuster zu ermitteln und einige Besonderheiten, die oft als Dialog verborgen bleiben, gestalterisch hervorzuheben und zu präsentieren. Der nachdenkliche Bildbetrachter wird ohne Mühe alle Bilder schnell interpretieren und darüber hinaus sicherlich etliche Situationen neu entdecken.


Kulturbund Treptow, Ernststr. 14/16, 12437 Berlin

Tel.: 536 96 534, KBTreptow@kulturring.org

geöffnet: Mo-Fr 10.00 bis 16.30 Uhr, Di bis 19.00 Uhr

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